Synagoge in Halle
Reportage

Anschlag in Halle: „In Zeiten wie diesen trage ich die Kippa“

Am Tag nach dem rechtsextremen Anschlag steht die 240.000-Einwohner-Stadt Halle im ostdeutschen Sachsen-Anhalt unter Schock. Über den Attentäter werden indes immer mehr Details bekannt.

Igor beschließt, am Donnerstagvormittag zur Synagoge in seiner Heimatstadt Halle an der Saale zu fahren und seine Kippa zu tragen. Er tut das sonst nicht, der Integrationsarbeiter ist ein „eher säkular lebender Jude“, der nicht mehr zu Gottesdiensten geht, wie er zur „Presse“ sagt. Aber „in Zeiten wie diesen“ sei es geboten, die Kippa zu zeigen. Er meint: In Zeiten des Terrors und sich häufender Übergriffe auf Juden in Deutschland.