Außenministerium

Türkei-Offensive in Syrien geht nicht über 30-Kilometer hinaus

Rauchsäulen über der nordsyrischen Stadt Ras al-Ain
Rauchsäulen über der nordsyrischen Stadt Ras al-Ainimago images/Xinhua

"Wir gehen 30 Kilometer weit in die Sicherheitszone hinein, dort wird der Terror beseitigt werden", sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstagabend.

Die Türkei will ihren Vormarsch in den Nordosten Syriens nach eigenen Angaben nicht über eine Zone von 30 Kilometern hinaus vorantreiben. "Wir gehen 30 Kilometer weit in die Sicherheitszone hinein, dort wird der Terror beseitigt werden", sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstagabend.

Die Türkei erachtet die Kurden-Miliz YPG, die in der Region die Kontrolle hat und an der Spitze des von den USA im Kampf gegen die IS-Extremisten unterstützten SDF-Rebellenbündnisses steht, als Terrororganisation.

Die Türkei will durch ihren "Quelle des Friedens" genannten Militäreinsatz entlang der Landesgrenze eine sogenannte Sicherheitszone auf syrischem Boden errichten und verlangt den Abzug der YPG aus dem 30 Kilometer breiten Streifen. Dort sollen dann bis zu zwei Millionen in die Türkei geflohene meist arabische Syrer angesiedelt werden. Die Türkei befürchtet ein Erstarken der Kurden jenseits ihrer Südgrenze und damit auch der nach Autonomie strebenden Kurden im eigenen Land.

Cavusoglu sagte, sein Land habe das Recht, den syrischen Luftraum für seinen Einsatz zu nutzen. Auf Sanktionen der USA, die diese für den Fall angedroht haben, dass das türkische Militär zu massiv gegen die SDF vorgehen, werde man entsprechend reagieren.

Die am Mittwoch begonnene Invasion stößt unter anderem in der EU und in Russland, aber auch in Israel auf Kritik. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg forderte die Türkei, die Mitglied des Militärbündnisses ist, zur Zurückhaltung auf. UN-Generalsekretär Antonio Guterres äußerte sich zutiefst besorgt und rief zur Deeskalation auf. Militäreinsätze dürften nicht gegen die Charta der Vereinten Nationen und das Völkerrecht verstoßen. (APA)