Literaturkritik

Opulent: Raoul Schrotts Roman eines Weltumseglers

Mit seiner „Geschichte des Windes“ folgt Raoul Schrott den Spuren einer realen Figur zur Zeit Magellans – in einer barocken Sprache voll Intensität.

Der Roman entstand eigentlich aus einer Not heraus. Ursprünglich hätte es nämlich einen Film anlässlich des Jubiläums von Magellans Weltumsegelung geben sollen. Raoul Schrott begann dafür zu recherchieren, machte sich auf den Weg, die Stationen der Reise von damals abzuklappern. Doch aus dem Filmprojekt wurde nichts – und so verarbeitete Schrott seine bereits gesammelten Ergebnisse kurzerhand zu einem historischen Roman. „Eine Geschichte des Windes“ erzählt von den wagemutigen Seefahrern zu Zeiten Magellans, die sich auf ungewisse Abenteuer einließen und von ihrer Reise oftmals nicht zurückkehrten.