Wahlkampfauftakt

Steierischer SPÖ-Chef kritisiert "unanständige Neuwahlen"

Der steirische SPÖ-Chef Michael Schickhofer
Der steirische SPÖ-Chef Michael SchickhoferAPA/PETER KOLB

Michael Schickhofer schwört die Sozialdemokraten auf den Landtagswahlkampf ein. Er pocht auf einen "Schichtwechsel" und betont: "Es gibt auch viele junge, die ganz, ganz gestrig sind."

Die steirische SPÖ hat am Samstag bei ihrem Landesparteibeirat im oststeierischen Weiz den Wahlkampfauftakt zelebriert. Die anwesenden Parteifreunde wurden auf den "Schichtwechsel" eingeschworen, der bei der Landtagswahl im November passieren solle. SPÖ-Chef Michael Schickhofer sprach von "Neuwahlen, die unanständig sind", und meinte "es ist Zeit für eine neue Führungsgeneration."

Dass das Treffen in Weiz stattfand, war kein Zufall, stammt doch der Spitzenkandidat und derzeitige LHStv. Michael Schickhofer aus der oststeirischen Stadt. Bürgermeister Erwin Eggenreich übergab ihm ein großes rotes Wollknäuel: "Das ist der rote Faden, den wir durch die Steiermark spannen werden", meinte der Ortschef.

Schickhofer rügte zunächst die vorgezogenen Neuwahlen, die "unnötig und unanständig" seien. "Jede Wahl ist unberechenbar und kann auch denjenigen hinwegfegen, der sie ausgerufen hat", mahnte er in Richtung ÖVP. "Wir haben die Wahl nicht gesucht", erklärte er und setzte hinzu: "Nutzen wir die Wahl für einen Schichtwechsel". Dazu wurde das Plakat mit seinem Porträt, das bereits am Freitag in Graz präsentiert worden war, eingeblendet.

"Es gibt auch viele junge, die ganz, ganz gestrig sind"

"Es ist Zeit für eine neue Führungsgeneration", meinte Schickhofer, betonte aber gleichzeitig, dass das keine Frage des Alters sei. "Es gibt auch viele junge, die ganz, ganz gestrig sind."

Dann folgten Statements zu Themen wie Digitalisierung, Klimawandel, Miete, Pensionen oder Sicherheit. "Dem Weltklima ist es relativ egal, was wir tun, wir müssen uns und unsere Kinder und die Kinder unserer Kinder schützen." Man wolle aber einen Klimaschutz "mit den Menschen und nicht gegen sie". Ein Schritt in diese Richtung sei das 300-Euro-Jahresticket für die gesamte Steiermark für Studenten gewesen, nun wolle man so etwas auch für Pendler.

Ein "zentrales Versprechen" der SPÖ sei, "wir werden in der Steiermark niemanden zurücklassen." In Hinblick auf die Pensionisten bedeute das "es geht nicht um Versorgung sondern um Lebensglück."

"Wir haben die besseren Ideen, wir haben die besseren Konzepte und die Kraft, sie umzusetzen", meinte Michael Schickhofer. Es brauche "eine ruhige Hand, nicht zwei eingeschlafene Hände", und daher sei diese Wahl "eine Wahl zwischen gestern und morgen, zwischen Zukunft und Vergangenheit", betonte der SPÖ-Chef.

(APA)

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