Schnellauswahl

Vier Tote durch Schüsse in New York

Ein Bild vom Tatort in Brooklyn.
Ein Bild vom Tatort in Brooklyn.APA/AFP/JOHANNES EISELE

Die Polizei erklärt, der Tatort sei eine Art "illegale Spielstätte“ gewesen. Warum die Schüsse fielen, das muss noch geklärt werden.

Im New Yorker Stadtteil Brooklyn sind mindestens vier Menschen durch Schüsse getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Die Schüsse fielen am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) in einem Privatclub, der nach Polizeiangaben als "illegale Spielstätte" genutzt wurde. Die Hintergründe der Tat waren laut Polizei noch unklar. Es gab zunächst keine Festnahmen.

Vier Männer seien noch vor Ort für tot erklärt worden, sagte ein Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP. Zwei Männer und eine Frau hätten Verletzungen erlitten, die aber nicht lebensgefährlich seien. Die Opfer waren zwischen 32 und 49 Jahre alt.

Die Ermittler stellten zwei Schusswaffen am Tatort sicher. Er wäre "nicht schockiert, sollten wir weitere finden", sagte der Polizeivertreter.

Streit oder Raub?

Ermittlungsleiter Dermot Shea sagte vor Journalisten, es seien Beweise für Glücksspiel sichergestellt worden. Nach ersten Erkenntnissen seien mindestens 15 Schüsse abgefeuert worden. Das Motiv war laut Shea noch unklar. Es sei zu früh, um sagen zu können, ob ein Streit zwischen den Spielern ausgebrochen sei oder ein Raubüberfall stattgefunden habe.

Erst vor wenigen Tagen hatte die New Yorker Polizei ihre Kriminalitätsstatistik für September vorgelegt. Demnach war die Zahl der Schusswaffenangriffe in der Metropole im September dieses Jahres die niedrigste in einem September seit Einführung der Kriminalitätsstatistik im Jahr 1994.

Die Waffengesetze im Bundesstaat New York sind im landesweiten Vergleich äußerst streng. Anders als in vielen anderen US-Bundesstaaten sind die meisten Angriffswaffen seit 2013 verboten. Käufer von Munition müssen sich Hintergrundüberprüfungen unterziehen. Dieses Jahr wurden weitere Verschärfungen des Waffenrechts beschlossen, darunter ein Verbot von sogenannten Schnellfeuerkolben.

(APA/AFP)