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Kolumne zum Tag

Lassen Sie sich bloß keinen gordischen Knoten aufbinden

(c) imago/blickwinkel (McPHOTO/M. Gann)

Lieber die ballistischen Staaten besuchen oder in Australien den Koalas die Apokalypse wegfressen?

Als Hans Wurst in allen Gassen war man ja schon viel unterwegs. In Estland, Lettland und Litauen zum Beispiel, den drei ballistischen Staaten, hat man erfahren, dass im Wein die Würze liegt. In Australien wiederum hat man gelernt, dass Koalas ausschließlich Apokalypse fressen. Und auf Ibiza blieb sowieso kein Stein auf dem Trockenen. Den Stein des Kolumbus entdeckt man aber auch auf Reisen nicht so einfach, eher findet man ein Haar im Heuhaufen. Das muss man einmal ganz klipp und klapp sagen, da bricht man sich sicher keinen Zahn aus der Krone. Aber wenn Sie schon die Nadel in der Suppe suchen, sollten Sie mir jetzt nicht die Leviten in die Schuhe schieben. Am Ende bekomme ich noch einen elliptischen Anfall! Ich weiß, ich habe schon einiges auf dem Süßholz, aber fassen wir uns, denn in der Kürze liegt die Wahrheit. Wichtig ist, egal, wo Sie sind, dass Sie sich keinen gordischen Knoten aufbinden lassen. Denn Sie wissen ja, der Krug geht so lang zum Brunnen, bis am Ende der Fahnenstange die Eisenbahn drüberfährt.

Beachten Sie auch, dass Sie in manchen Ländern kein gemeinsames Zimmer beziehen dürfen, wenn Sie nicht eine lebensähnliche Gemeinschaft führen. Sollte man dann überhaupt dorthin fahren, fragt man sich, beim Barte des Poeten. Nun, das ist ein zweigleisiges Schwert. Klar ist, dass man das Rad nicht von hinten aufzäumen sollte. Aber des einen Leid ist des anderen täglich Brot. Und Sie können dort ja zeigen, wo der Hase hängt. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag niedergebrannt. Andererseits, ein alter Mann ist kein Wunschkonzert. Und falls Sie nicht noch eine Leiche im Ärmel haben, könnte das Pech im Unglück bedeuten. Passen Sie auf jeden Fall auf, dass Sie die Weisheit nicht mit dem Löffel abgeben. Aber das sind dann eigentlich zwei unabhängige Paar Schuhe.

E-Mails an: erich.kocina@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.10.2019)