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Crowdinvesting

Die Crowd finanziert vor allem Bauprojekte

90 Prozent der Gelder entfallen auf Immobilienprojekte.
90 Prozent der Gelder entfallen auf Immobilienprojekte.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Kleine Summen bei Privatanlegern einsammeln – immer mehr Unternehmen machen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Der Anteil der Start-ups sinkt, meist handelt es sich um Immobilienprojekte.

Wien. Crowdinvesting, auch Schwarmfinanzierung genannt, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Im ersten Halbjahr haben Unternehmen in Österreich 30,76 Millionen Euro auf diese Weise bei privaten Anlegern eingesammelt, wie Daten des Investmentportals Crowd Circus zeigen, um 85 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Im Juli kamen 5,2 Mio. Euro, im August 4,7 Mio. Euro dazu. Und noch stärker als im Vorjahr sind es vor allem Immobilienprojekte, die auf diese Weise finanziert werden. 90 Prozent der Gelder entfallen auf diese Projekte. Die klassischen Start-ups sind zur Minderheit geworden. Die Gründe dafür liegen auch in einer Gesetzesänderung vor einem Jahr, die auch großen Unternehmen Zugang zu dieser Finanzierungsform ermöglichte.

Über Crowdinvesting kann man mit kleinen Summen in Immobilien- oder Startup-Projekte investieren. Doch bedeutet das, dass diese Anlagekategorie auch für kleine Anleger eine gute Idee ist? Das Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG) wurde erlassen, um kleinen Anlegern relative Sicherheit zu garantieren. Etwa durch die maximale Summe von 5000 Euro, die ein Anleger in ein einzelnes Projekt investieren kann (meist ist man schon mit 100 Euro dabei). Die Obergrenze soll sicherstellen, dass  niemand große Summen verlieren kann. Wer mehr investiert, ist daher automatisch gezwungen, sein Geld auf mehrere Projekte zu verteilen.