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Quergeschrieben

Literaturnobelpreis: Zwiespältige Angelegenheit und ewiges Dilemma

Peter Handke und der Literaturnobelpreis: Sind weltliterarisches Schaffen und politisches Handeln voneinander trennbar?

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Den Literaturnobelpreis und seine Würde hatte die Schriftstellerin Katarina Frostenson eher nicht im Sinn, als sie im Mai ihr tagebuchartiges Reinwaschbuch „K“ (wie Korruption, Komplott, Krise, Kafka) veröffentlichte – ziemlich genau ein Jahr nach dem miesen Schmierentheater hinter schwedischen Akademiegardinen, in dem sie, vor allem aber ihr Mann, Jean-Claude Arnault, Hauptrollen spielten: 18 Frauen hatten geklagt, dass sie von Arnault, dem Frostenson nebstbei Akademiegelder für dessen privaten Kulturverein zugeschanzt haben soll, sexuell bedrängt und/oder missbraucht worden wären. „Groteske Übertreibungen, Lügen und Verleumdungen“, entrüstet sich Frostenson in ihrem „selten dummen, verblendeten Werk“ und einem „der traurigsten Bücher, die der Kulturbetrieb je hervorbrachte“ (©„Süddeutsche Zeitung“).