Wachen der Königin steigen nach der Rede von Queen Elizabeth in den Bus bei Westminster in London.
Analyse

Ein Brexit, zwei Sichten – und die Uhr läuft ab

Es wird verhandelt, es werden Stimmungsbilder gezeichnet. Doch zwei Wochen vor dem Stichtag liegen Europäer und Briten weit auseinander.

Landezone, Licht am Ende des Tunnels: Vier Tage vor dem EU-Gipfeltreffen und zwei Wochen vor dem derzeit vorgesehenen Austrittsdatum zu Monatsende dominiert die kühle Sprache der Technik die öffentlichen Aussagen der Vertreter von EU und britischer Regierung. Doch im Wesenskern sind sich die beiden Seiten um keinen Schritt näher gekommen. Denn in der Frage, wie eine „harte“ Grenze auf der irischen Insel zu verhindern wäre, haben sie einander fundamental widersprechende Ansichten. Sie sind in der genötigten Schnelligkeit kaum zu versöhnen. Ein weiterer Aufschub des Brexit oder ein No-Deal-Szenario sind wahrscheinlicher als ein Abkommen. Ein Überblick über die Positionen auf beiden Seiten des Ärmelkanals.