Jarosław Kaczyński war auch nach dem Wahltriumph seiner PiS-Regierungspartei nicht zufrieden.
Analyse

Polen: Mit der „Methode Kaczyński“ zur Absoluten

Die Partei Recht und Gerechtigkeit kann künftig allein regieren. Nimmt sie unabhängige Medien und den Rechtsstaat ins Visier?

Warschau. Die Freude ist groß im Wahlstab der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS): Die Kaczyński-Fans tanzen und umarmen sich. „Jaroslaw! Jaroslaw!“, skandieren sie und wollen ihren Parteichef auf der Bühne haben. Jaroslaw Kaczyński aber ist bleich und wirkt zerknirscht: „Wir haben viel erreicht, aber wir haben mehr verdient“, sagt er kurz nach Bekanntgabe der Wählerbefragungen am Sonntagabend. Am Montagmittag kommt allerdings doch noch eine Siegesmeldung: Die PiS habe über acht Millionen Wählerstimmen erhalten, doppelt so viele wie die liberale Bürgerkoalition (KO), twittert Sebastian Kalata, der Pressesprecher des Justizministeriums.

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