Messerangriff

Flüchtling nach Attacken im Großraum Linz gefasst

Polizisten am Tatort.APA/LAUMAT.AT / MARIO KIENBERGER

Ein Mann soll einen Menschen erstochen sowie einen Betreuer einer Asylunterkunft in Wullowitz in Oberösterreich mit einem Messer  lebensgefährlich verletzt haben. Nach einer Großfahndung der Polizei wurde der Verdächtige gefasst.

Leopoldschlag. Ein 1986 geborener Afghane soll Montagnachmittag in Wullowitz (Bezirk Freistadt) in einer Asylwerberunterkunft einen Betreuer mit einem Messer attackiert haben. Das 32-jährige Opfer erlitt bei der Attacke lebensgefährliche Stichwunden und wurde mit einem Hubschrauber in ein Linzer Krankenhaus geflogen. Der mutmaßliche Täter entkam und erstach der Polizei zufolge auf der Flucht eine weitere Person. Nach einer Großfahndung der Polizei wurde der Mann am späteren Montagabend gefasst.

Der Verdächtige war nach der Tat in der Asylunterkunft zunächst mit einem Fahrrad geflüchtet. Nur 300 Meter von der Unterkunft entfernt bemerkte er in der Garage eines Bauernhofs ein Auto, in dem ein Mann saß, rekonstruierte eine Polizeisprecherin den weiteren Tathergang. Der 33-Jährige ging auf den 63-Jährigen los und stach mit einem spitzen Gegenstand auf ihn ein. Für den Altbauern kam jede Hilfe zu spät - er starb. Mit dessen Auto, einem braunen Citroen C3 mit dem Kennzeichen FR-640K, setzte der mutmaßliche Mörder die Flucht fort.

Über die Tatwaffe war zunächst nur bekannt, dass es nicht dieselbe wie im Asylwerberheim gewesen ist. Beide wurden noch nicht sichergestellt.

Nach mehrstündiger Fahndung festgenommen

Die Polizei Oberösterreich startete eine Großfahndung im Grenzgebiet zu Tschechien, bei der auch ein Hubschrauber im Einsatz war. Zudem veröffentlichte die Polizei Fotos von dem Verdächtigen. Hinweise wurden in jeder Polizeidienststelle bzw. beim Notruf 133 entgegengenommen. Erst nach mehrstündiger Fahnung wurde der mutmaßliche Täter am späteren Montagabend im Großraum Linz von der Polizei gefasst. Der 33-jährige Afghane wurde in Polizeigewahrsam genommen, näheres gab die Exekutive vorerst nicht bekannt.

Der mutmaßliche Täter dürfte laut ersten Informationen der Polizei nicht in der Unterkunft gelebt haben. Warum er mit einem Messer den Betreuer und den Landwirten attackierte, war vorerst noch unklar.

FPÖ will Sicherheitsrat einberufen

Der oberösterreichische FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner forderte nach Bekanntwerden der Attacke "die umgehende Einberufung des Landessicherheitsrates". Das Gremium solle darüber beraten, "wie wir die Sicherheit gewährleisten und derartige Übergriffe mit Messergewalt verhindern können".

(APA)