Anlaufkosten drücken FACC-Gewinn

Der Flugzeugzulieferer profitiert aber beim Umsatz von neuen Großaufträgen von Airbus und Boeing.

FACC-Chef Robert Machtlinger hat es bereits angekündigt: Die Anlaufkosten für kürzlich in Serie gebrachte Projekte, wie etwa eine neue Kabinen-Innenausstattung, belaste das Ergebnis. Dies spiegelt sich in den Zahlen des ersten Halbjahrs wider: Das Betriebsergebnis fiel von 28,5 auf 16 Mio. Euro. Nach Steuern blieben im Halbjahr 8,4 Mio. Euro nach 18,9 Mio.

Für Machtlinger ist das kein Grund für Alarmstimmung: „Die von uns nach dem ersten Quartal angesprochenen Serienhochlaufeffekte für wichtige strategische Projekte entwickeln sich entsprechend den Erwartungen“, ließ er am Dienstag wissen. Dementsprechend habe das Unternehmen schon Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet, die „zügig voranschreiten“. Sie würden ab der zweiten Jahreshälfte 2020 zu einer stabilen Ertragskraft führen, sagte Machtlinger.

Basierend auf den Marktanalysen geht er langfristig zwar von einem anhaltenden Wachstum in der Luftfahrtindustrie aus. „Aktuell beobachten wir jedoch ein leichtes Abflachen der Wachstumskurve. Dieser Trend spiegelt sich in unserer Umsatzentwicklung wider, die einen geringeren Anstieg als geplant zeigt.“ Der Umsatz stieg nur um 1,6 Prozent auf 373,4 Mio. Euro.

Neue Aufträge über 800 Mio. Euro

Treiber sind nach wie vor Bestellungen der Hauptkunden Airbus, Boeing, Bombardier und Embraer. Die FACC, die zum Halbjahr 3424 Mitarbeiter beschäftigte, verzeichnete im ersten Halbjahr Auftragseingänge in Höhe von über 800 Mio. Dollar. „Die neuen Aufträge tragen zur Ausweitung des Kunden- und Produktportfolios bei und stärken die Marktposition des Konzerns nachhaltig“, hieß es.

Deshalb erwartet die FACC in dem angepassten Geschäftsjahr bis Ende 2019 einen Umsatz von 600 Mio. Euro sowie eine Ebit-Marge von sechs Prozent. "Diese Erwartung entspricht einem weiterhin planmäßigen Verlauf der Kundenbedarfe für das restliche Geschäftsjahr. Hier ist zu berücksichtigen, dass die unterjährige Entwicklung auf Grund diverser saisonaler Effekte nicht linear verläuft“, hieß es in der Aussendung.

Die FACC-Aktie eröffnete den Handel mit Abschlägen.

(eid)