Aufregung

Vorwurf gegen Kurz: Maurer spricht von "Missverständnis"

Sigrid Maurer
Sigrid MaurerAPA/HANS KLAUS TECHT

Ein Zitat der Grünen in der Gratiszeitung „Heute“ sorgt für Wirbel. Die FPÖ bezeichnet Maurer als „rücktrittsreif“.

Wem hat die Grünen-Abgeordnete Sigrid Maurer das „Bespielen von Hass“ vorgeworfen - FPÖ-Chef Norbert Hofer oder auch ÖVP-Obmann Sebastian Kurz?  In einem ihr von der Gratiszeitung "Heute“ zugeschriebenen Zitat hieß es: "Kurz und Hofer bespielen damit den bestehenden Hass, der immer wieder auf mich hereinbricht.“ Dies sei jedoch ein "Missverständnis“, erklärte Maurer am Mittwoch, Kurz habe sie nicht gemeint, sondern nur die FPÖ.

"Heute"-Chefredakteur Christian Nusser betonte daraufhin, dass seine Zeitung das Zitat richtig wiedergegeben habe. "Da wurde nix falsch zitiert, sondern das wurde so freigegeben, von Ihrer Pressesprecherin und von Ihnen persönlich. Darüber gibt es einen Mailverkehr", schrieb Nusser auf Twitter. Maurers Pressesprecherin erklärte dazu, sie bestreite das nicht. "Aber es war ein Missverständnis, Kurz war nicht gemeint."

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker bezeichnete Maurer indessen als "rücktrittsreif", weil sie die Öffentlichkeit "belogen" habe.

"Absolut ekelhaft"

Weil die FPÖ schon im Wahlkampf vor Maurer als möglicher Innenministerin gewarnt hatte, hatte Kurz dies bereits vor der Wahl als "ausgeschlossen" bezeichnet. Erst am Dienstag warnte Hofer in einer Pressekonferenz jedoch neuerlich vor einer Innenministerin Maurer.

Dass Hofer auch nach dem "absolut widerlichen Posting" des Linzer FPÖ-Vizebürgermeisters Makus Hein immer noch so weiter mache, findet Maurer "absolut ekelhaft". Hein hatte in einer Fotomontage unterstellt, dass eine Innenministerin Maurer zu mehr Messerattacken durch Ausländern führen würde. Ein Ministeramt für sie im Innenressort sei jedenfalls nie ein Thema für die Grünen gewesen, versicherte Maurer.

Maurer war in den sozialen Medien immer wieder Hasspostings ausgesetzt. So war sie von einem Lokalbetreiber geklagt worden, weil sie Facebook-Nachrichten mit obszönem Inhalt veröffentlicht hatte - der Lokalbetreiber behauptete, die Nachricht nicht selbst geschrieben zu haben. In erster Instanz wurde Maurer verurteilt, die Wiederholung des Verfahrens ist noch nicht abgeschlossen.

(APA)