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Verwirrung um Erdogans Treffen mit US-Vizepräsident Pence

Recep Tayyip Erdogan
Recep Tayyip Erdoganimago images/Le Pictorium
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Der türkische Präsident hatte es zunächst abgelehnt, den Pence und Außenminister Pompeo in Ankara zu treffen. Er wolle nur mit Trump persönlich sprechen, sagte er. Wenig später stellte das Präsidialamt klar, der Staatschef sei doch zu einem Treffen bereit.

Es waren widersprüchliche Angaben, die kurz vor dem Besuch einer hochrangigen US-Delegation in Ankara aus dem türkischen Präsidialamt drangen. Zunächst hieß es mit Verweis auf ein Interview des türkischen Staatschefs, Präsident Recep Tayyip Erdogan habe es abgelehnt, den US-Vizepräsidenten Mike Pence und US-Außenminister Mike Pompeo am Donnerstag zu Gesprächen über die Offensive in Nordsyrien zu treffen. Wenig später stellte jedoch sein Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun klar, Erdogan werde Pence doch empfangen.

"Ich werde sie nicht treffen. Sie werden ihren jeweiligen Gegenpart treffen. Ich werde nur sprechen, wenn (US-Präsident Donald) Trump kommt", soll Erdogan am Mittwoch dem Fernsehsender Sky News nach einer Rede im Parlament gesagt haben. Zunächst war unklar, ob es sich um ein Missverständnis handelte oder ob der Politiker seine Meinung geändert hat.

Pence und Pompeo wollen sich in Ankara für eine Waffenruhe zwischen der Türkei und den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Nordsyrien einsetzen. Erdogan hat eine Waffenruhe bereits abgelehnt, solange die Kurdenmiliz in der von der Türkei geplanten "Sicherheitszone" entlang der türkischen Grenze präsent sei.

In der Rede vor dem Parlament wies er jede Vermittlung zurück, da die Türkei sich nicht mit einer "Terrororganisation" an einen Tisch setzen werde.

US-Präsident Trump hat Erdogan für den 13. November nach Washington eingeladen. Erdogan sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur am Mittwoch allerdings auch, dass er die Amerikareise "nach den Treffen mit den Delegationen, die hierherkommen, bewerten" wird. Die Diskussionen im Kongress und die Beurteilungen seiner Person, seiner Familie und Ministerfreunde seien eine "große Respektlosigkeit" gegenüber dem türkischen Staat.

(APA/AFP)