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Großbritannien

Die unbeugsamen Nordiren

DUP-Vorsitzende Arlene Foster und ihr Stellvertreter Nigel Dodds nach Gesprächen in Downing Street 10.
DUP-Vorsitzende Arlene Foster und ihr Stellvertreter Nigel Dodds nach Gesprächen in Downing Street 10.(c) APA/AFP/TOLGA AKMEN (TOLGA AKMEN)

Premierminister Boris Johnson kann seinen EU-Austrittsdeal auch ohne die bisher verbündeten nordirische Unionisten durch das Parlament bringen. Allerdings braucht er dafür 32 Überläufer aus der Opposition.

London. Wenn der britische Premierminister Boris Johnson am Samstag seinen neuen Brexit-Deal durch das Parlament bringen will, steht ihm noch eine Menge Arbeit bevor. Kurz nach Verkündigung der Einigung zwischen London und Brüssel bekräftigten die mit den Tories verbündeten nordirischen Unionisten (DUP) ihre Ablehnung: „Diese Vorschläge sind nicht vorteilhaft für Nordirland und unterminieren die Integrität Großbritanniens“, erklärte die Parteiführung gestern, Donnerstag, in einer schriftlichen Stellungnahme. Mit Johnsons Deal werde „das Karfreitagsabkommen zunichte gemacht“.