Landtagswahl

Steirische SPÖ wendet sich an "hart arbeitendene Menschen"

Michael Schickhofer (SPÖ) bei der Plakatpräsentation
Michael Schickhofer (SPÖ) bei der PlakatpräsentationAPA/INGRID KORNBERGER

In der ersten, mit konkreten Inhalten versehenen, Plakatwelle konzentrieren sich die Sozialdemokraten auf Ehrenamtliche und freiwillige Hilfskräfte. Auch die Umwelt ist Thema.

Die steirische SPÖ und ihr Chef Michael Schickhofer haben am Freitag die erste inhaltliche Plakatwelle im Vorfeld der Landtagswahl am 24. November  präsentiert: Die Sozialdemokraten konzentrieren sich dabei auf die Zielgruppe der "hart arbeitenden Menschen", Ehrenamtliche, freiwillige Hilfskräfte und den Respekt für Umwelt. Eine zweite Plakatwelle soll etwa zwei Wochen vor der Wahl vorgestellt werden.

Nach dem durchaus provokanten Plakat-Teaser "Schichtwechsel", der neben diesem Schriftzug nur einen Porträtausschnitt von Schickhofer, aber keinen Namen oder einen Hinweis auf die SPÖ zeigte, setzen die Roten nun auf Inhalte: "Wir wollen den Schichtwechsel nicht nur einleiten, sondern umsetzen. Wenn schon Neuwahl, dann ein Wechsel. Der Handschlag soll wieder zählen und auf mich kann man sich verlassen. Wir müssen mehr für die tun, die hart arbeiten und für jene, die für uns da sind. Wir brauchen den Respekt vor der Umwelt, der Zukunft und den Kindern, die in dieser leben", sagte der Landeshauptmannstellvertreter.

Michael Schickhofer am Freitag, 11. Oktober 2019
Michael Schickhofer am Freitag, 11. Oktober 2019APA/PETER KOLB

Fünf Plakatsujets werden in den kommenden Tagen affichiert und zu einem Großteil die "Schichtwechsel"-Teaser auf den rund 150 Stellplätzen der SPÖ ablösen. Drei der Sujets zeigen Schickhofer im Gespräch oder in Interaktion mit Menschen: dem Feuerwehrmann ("Für die da sein, die fürs Land da sind"), einer Pflegekraft oder Krankenschwester ("Hart für die arbeiten, die hart arbeiten") und einem Kind ("Respekt für die Umwelt. Aus Respekt für die Zukunft"). Die beiden anderen Sujets plakatieren "Netzausbau. Digital und auf Schiene" sowie "Damit die Lebensqualität steigt. Und nicht die Miete". Alle diesmal mit Name und Partei.

Vereine und Ehrenamtliche „sollen nicht Bittsteller sein"

Schickhofer erklärte, dass das eine Sujet über die Symbolik der Feuerwehr hinausgehe und sich auch auf Vereine und Ehrenamtliche im Land beziehe: "Sie sollen nicht Bittsteller sein." Die Digitalisierung spreche jene an, die in der Stadt arbeiten und am Land leben wollen. Das will die SPÖ möglich machen, durch "Infrastruktur und innovative Projekte", wie Schickhofer darlegte. Die Lebensqualität beziehe sich unter anderem auf das am Donnerstag vorgestellte 499-Euro-Wohnen-Konzept. Beim Thema Klima pochte Schickhofer auf den Blick in die Zukunft der Kinder.

Besonderen Wert für die SPÖ scheint das Plakat für die "hart Arbeitenden" zu haben: "Bisher habe ich oft gehört, dass die SPÖ nur etwas für die Armen tue und zu wenig für hart arbeitende Leute aus der Mittelschicht", erklärte Schickhofer. Genau auf jene Familien, die ein Bruttoeinkommen von insgesamt 2000 bis 4000 Euro haben, wolle sich der SPÖ-Chef nun vermehrt konzentrieren. Einer seiner Vorschläge, nämlich das Pendlerticket, habe sich bereits auf diese Zielgruppe bezogen.

Die ersten inhaltlichen Wahlplakate
Die ersten inhaltlichen WahlplakateAPA/INGRID KORNBERGER

Landesgeschäftsführer Günter Pirker schilderte, dass sich in den kommenden Monaten die roten Funktionäre eine "Tour der 100.000 Haushalte" vorgenommen haben. Schickhofer selbst werde an den Türen läuten und den Menschen seine Visitenkarte in die Hand geben. Mehr als 100 Veranstaltungen seien geplant, darunter etwa auch das eine oder andere "Schichtbier" freitags mit Arbeitern. Eine Vermischung mit der Bundes-SPÖ will man vermeiden. Selbst beim Wahlkampfabschluss am 23. November am Grazer Messegelände setze man nicht unbedingt auf Gäste aus Wien: "Jetzt geht es um die Steiermark, nicht um den Bund", unterstrich Schickhofer. Er selbst wolle sich aber nach der Wahl sehr wohl wieder um seine Aufgaben bei der Bundes-SPÖ kümmern.

Bei der Plakatpräsentation betonten die Roten noch einmal ihr Wahlziel: Platz eins und eine schwarz-blaue Landesregierung verhindern: "Es ist aber klar ein Duell zwischen Schützenhöfer und mir", sagte Schickhofer.

(APA)

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