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Leitartikel

Rettet die SPÖ vor diesen Genossen!

PK NACH SPOe-PRAeSIDIUM UND VORSTAND: RENDI-WAGNER/DEUTSCH
SPÖ-Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner mit ihrem Geschäftsführer Christian Deutsch.APA/ROBERT JAEGER
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Die einst stolze Sozialdemokratie wird an den Abgrund geführt. Die Nichtlemminge sind offenbar in der Minderheit.

Das vergangene Wochenende war für die Sozialdemokratie leider historisch: Via soziale Medien wurde der interne Machtkampf offiziell bestätigt und teils hasserfüllt verschärft. Nur drei Wochen nach dem schlimmsten Wahlergebnis der SPÖ in der Zweiten Republik zerfleischen sich Parteifunktionäre öffentlich gegenseitig, werden alte Rechnungen beglichen und neue ausgestellt. Da toben selbst ernannte Berater der Partei mit schmutzigen Formulierungen und lehnt sich eine zornige Parteijugend aus Frustration auf. Es hat auch Symbolcharakter: Wo sollte der Niedergang der kapitalismuskritischen Sozialdemokratie besser zelebriert werden als von deren Vertretern ausgerechnet auf Facebook, Twitter und Google? Mit dem drohenden Untergang arbeitet die SPÖ noch für die US-Konzerne.

Begonnen hat das alles schon vor Jahren, als sich die Parteiführung nicht auf einen neuen inhaltlichen Kurs einigen konnte, sich das Lager der Pragmatiker unter Werner Faymann und Co. und das der Grünenfreunde unter Michael Häupl und Genossen misstrauisch auf Distanz hielten. Die beiden Flügel verletzten oder ignorierten einander. Zufalls- und Kompromisskandidaten kamen und gingen, Christian Kern verschwand schnell, Pamela Rendi-Wagner übernahm und muss bleiben. Noch muss die steirische Wahl verloren gehen.