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Karriere

Verurteilter Banker zum Chef der Istanbuler Börse ernannt

Hakan Atilla, in den USA wegen Bankbetrugs sowie der Verschwörung zur Geldwäsche verurteilt und im Juli in die Türkei abgeschoben, hat einen neuen Job in Istanbul.

Der in den USA wegen Verstoßes gegen die Iran-Sanktionen verurteilte Banker Hakan Atilla ist neuer Direktor der Börse Istanbul. Er sei am Montag auf einer Vorstandssitzung zum Vorstandsmitglied und neuen Chef gewählt worden, teilte die Istanbuler Börse auf ihrer Website mit.

Atilla war in New York unter anderem wegen Bankbetrugs sowie der Verschwörung zur Geldwäsche und zur Umgehung von Sanktionen gegen den Iran verurteilt worden. Er erhielt eine Strafe von 32 Monaten Haft und wurde im Juli in die Türkei abgeschoben. Der Prozess gegen den Banker hatte die Beziehungen zwischen Washington und Ankara vergangenes Jahr belastet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Schuldspruch scharf kritisiert.

Im Prozess gegen Atilla hätte eigentlich der türkisch-iranische Goldhändler Reza Zarrab auf der Anklagebank sitzen sollen. Er bekannte sich dann aber überraschend für schuldig und trat als Belastungszeuge auf. Im Verfahren sagte er aus, dass Erdogan in seiner Zeit als Ministerpräsident den illegalen Geschäften 2012 zugestimmt hatte, an denen demnach auch zwei weitere türkische Banken beteiligt waren.

(APA/dpa)