Salongespräch

Berlin: „Die Seele der Stadt ist dieselbe geblieben“

Zugereist. Barbara Dechant, Grafikerin und Museumsbetreiberin, Peter Rigaud, Fotograf, und Wilhelm Andraschko, Cafetier und Kaffeeröster (v. l.), sind passionierte Wahlberliner.
Zugereist. Barbara Dechant, Grafikerin und Museumsbetreiberin, Peter Rigaud, Fotograf, und Wilhelm Andraschko, Cafetier und Kaffeeröster (v. l.), sind passionierte Wahlberliner.(c) Yannick Schuette

Wahlberliner aus Österreich, und das seit Jahrzehnten: Wilhelm Andraschko, Barbara Dechant und Peter Rigaud im Gespräch über ihre neue Heimatstadt.

Der Treffpunkt liegt in einem Stadtbahnbogen im Berliner Westen, im Hansaviertel unweit des Schlosses Bellevue. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Buchstabenmuseum, wo das „Schaufenster“-Salongespräch stattfindet, ganz gut angebunden. Mit dem Fahrrad aus Kreuzberg kommend, fühlt sich die Anreise dennoch an wie eine kleine Stadt-Odyssee. Aber das ist ja gern einmal so, in dieser riesigen Stadt, für den Kurzzeit-Besucher aus einer kleineren Metropole. Die versammelten langjährigen Wahlberliner haben sich wohl längst an dergleichen gewöhnt, und das nicht nur in puncto Distanzen. Wilhelm Andraschko etwa ist seit Ende der Siebzigerjahre hier, hat das legendäre Café Einstein mitbegründet und ist heute anspruchsvoller Kaffeeröster. Peter Rigaud, als Fotograf für internationale Medien tätig, kam akkurat im Wendejahr nach Berlin und ist seit nunmehr zehn Jahren wieder hier zuhause. Barbara Dechant ist Grafikdesignerin und, als Mitbetreiberin des Buchstabenmuseums, Gastgeberin des Salons. Umgeben von bunten Leuchtschriften, unterhalten sich die drei über eine einst unbeschriebene Stadt im Wandel und die Wurstigkeit als charakteristischen Zug der Berliner Mentalität.

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