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Neos wollen Lärm-Sheriffs

Die Wiener Neos befürchten (wie viele Gastronomen) Konflikte zwischen Gästen, die vor Lokalen rauchen, und Anrainern, die sich wegen des Lärms durch Unterhaltung im Freien beschweren.
Die Wiener Neos befürchten (wie viele Gastronomen) Konflikte zwischen Gästen, die vor Lokalen rauchen, und Anrainern, die sich wegen des Lärms durch Unterhaltung im Freien beschweren.APA/HELMUT FOHRINGER

Konflikte mit Anrainern werden befürchtet.

Wien. Noch knapp mehr als eine Woche. Dann gilt, ab 1. November, das generelle Rauchverbot in der Gastronomie. Die Wiener Neos befürchten (wie viele Gastronomen) Konflikte zwischen Gästen, die vor Lokalen rauchen, und Anrainern, die sich wegen des Lärms durch Unterhaltung im Freien beschweren. Sie fordern ein Maßnahmenpaket der Stadt – inklusive „Lärm-Manager“.

Diese sollen in Gebieten mit großer Lokaldichte unterwegs sein, beispielsweise im Bermudadreieck beim Schwedenplatz, um laute Gäste zum Leisesein zu animieren, wie Wirtschaftssprecher Markus Ornig erklärte. Rot-Grün sei untätig, was Präventionsmaßnahmen angehe. Andere Städte hätten hier für die Übergangsphase sehr wohl Schritte gesetzt.

Neos-Klubchef Christoph Wiederkehr: „Wir haben die Sorge, dass die Polizei mit Anrufen überflutet wird.“ Dabei habe die Exekutive weit Besseres zu tun. Daher wird auch eine Lärm-Hotline verlangt. Mit dieser sollen je nach Beschwerdelage die „Lärm-Manager“ an verschiedene Orte beordert werden können. Längerfristig brauche es Mediationsverfahren in Bezirken, um mit allen Seiten kooperative Lösungen zu erarbeiten. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.10.2019)