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Sebastian Kurz vor Beginn eines Gesprächs mit Grünen-Sprecher Werner Kogler
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Türkis-Grün

Und was wird aus der Message Control?

Der Begriff ist vorbelastet und müsste für eine türkis-grüne Koalition entsorgt werden. Doch das Prinzip könnte bleiben - wenn auch in abgeschwächter Form. Wie sich die Strategen von ÖVP und Grünen auf eine gemeinsame Regierung vorbereiten. Und wer sie sind.

Irgendwann im Wahlkampf, so genau weiß man das gar nicht mehr, mussten die Spindoktoren von ÖVP-Chef Sebastian Kurz einsehen, dass die Message Control, ein Wesensmerkmal der türkis-blauen Regierung, nicht mehr funktioniert. Eine ÖVP-Affäre folgte auf die nächste: Schreddern, Spenden, Spesen. Und die mediale Debatte geriet außer Kontrolle. Zerknirscht machte sich das Kurz-Team auf Einbrüche in den Umfragen gefasst (mit denen es laufend beliefert wird). Doch siehe da: Die Zahlen blieben stabil. Wie konnte das sein?

Offenbar hinterließ die Abwahl der Regierung Kurz, die von der ÖVP bewusst zur Vertreibung des Helden aus dem Kanzlerparadies hochstilisiert worden war, bei den türkisen Sympathisanten mehr Eindruck als heimlich verschredderte Festplatten und eine kreative Buchführung in der Kampagnenplanung. Und allem Anschein nach war die Stimmung auf Twitter nicht repräsentativ für die Stimmung in der Gesamtbevölkerung.