Christian Mitter, 39, führte Norwegens Skiherren in ungeahnte Höhen, nun ist der Steirer als Cheftrainer der ÖSV-Damen zurück in seiner Heimat. Über klare Ansagen, Anna Veiths Alleingänge und Ex-Schützling Henrik Kristoffersen.
Die Presse: Wo unterscheiden sich Aksel Lund Svindal und Henrik Kristoffersen von den österreichischen Rennfahrerinnen?
Christian Mitter: Der Unterschied ist nicht groß. Das sind alles Profis, die auf ihre Art versuchen, die besten der Welt zu werden. Da gibt es da wie dort die Leiseren und die Lauteren. Österreich und Norwegen unterscheiden sich schon, das merkt man auch im Sport. In Norwegen sind Macht und Geld in Oslo konzentriert, in Österreich sind die Landesverbände stark.
Was gefällt Ihnen im Damenteam, wo hapert es noch?
Es ist schon ein brutale Dichte vorhanden. Auch wenn man das in Österreich vielleicht anders sieht. Sölden ist das erste Weltcuprennen meiner Trainerkarriere, bei dem ich mit fünf Läuferinnen in den Top 30 starte – obwohl zwei der Besten (Brunner, Veith, Anm.) verletzt sind. In den Technikdisziplinen müssen wir von den Top-Ten-Plätzen auf die ersten kommen. Hier darf sich keine Zufriedenheit einstellen. Wir wollen das bis zum obersten Treppchen durchziehen.