Das Minus lag im Vorjahr bei 12,7 Millionen Euro. Die Modernisierung der Filialen sollen 2020 abgeschlossen sein.
Die Neuausrichtung der Drogeriekette Bipa zeigt langsam Wirkung. Während der Bruttoumsatz im vergangenen Jahr leicht um 1,2 Prozent auf 730 Mio. Euro stieg, halbierte sich der Verlust. Der Jahresfehlbetrag lag 2018 laut dem kürzlich veröffentlichten Jahresabschluss bei minus 12,7 Mio. Euro, nach 24,9 Mio. Euro im Jahr davor, geht aus dem "Wirtschafts-Compass" hervor.
Verluste und sinkende Umsätze machten Bipa seit 2016 zu schaffen. Nach der Pleite von Dayli (vormals Schlecker) Mitte 2013 habe man nicht rechtzeitig genug auf die Situation, den steigenden Preisdruck und manche Trends reagiert, hatte der damalige Bipa-Chef Erich Riegler im Jahr 2017 eingeräumt. Im Frühjahr 2018 wurde Riegler dann überraschend bei Bipa abgelöst. Ende 2017 wurde mit der Neuausrichtung der Rewe-Österreich-Tochter begonnen. Das neue Konzept sieht dezentere Farben, Holz, wärmeres Licht und ein neues Sortiment vor. Hatte die Kette früher vor allem junge Frauen im Fokus, sollen nun auch Familien, Ältere sowie Männer angesprochen werden.
185 Filialen modenisiert
Mit gesunden Snacks und nachhaltigen Pflegeprodukten will Bipa auch umwelt- und gesundheitsbewusste Kunden anziehen. Ein Novum sind seit der Neuausrichtung Snacks wie Müsli, Vollkornriegel & Co - bisher ein Steckenpferd von Mitbewerber dm. Das Parfumsortiment wurde bei Bipa stark reduziert, andere Bereiche wie dekorative Kosmetik, Körperpflege und Haushaltsprodukte sowie Alten- und Krankenpflegeprodukte ausgebaut.
Bipa schloss in den vergangen Jahren unrentable Filialen, die restlichen Standorte werden seit 2017 schrittweise erneuert. Im ersten Halbjahr 2019 habe der größte Umbau seit Bipa-Bestehen stattgefunden, in Summe seien 185 Filialen umgebaut bzw. modernisiert worden, hieß es vonseiten der Drogeriemarktkette. 2017 wurden 37 umgebaut, 2018 waren es 33 Standorte. 2020 werde "mit dieser Geschwindigkeit weiter renoviert und modernisiert". Per Ende 2020 soll das Bipa-Filialnetz flächendeckend modernisiert sein.
(APA)