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Serie: "Besser als gedacht"

Nichts bleibt den Lesern heute verborgen

Darf’s ein bisschen mehr sein? Die Konsumenten von Medien können heute wählerisch sein wie nie zuvor.
Darf’s ein bisschen mehr sein? Die Konsumenten von Medien können heute wählerisch sein wie nie zuvor.Getty Images

In ihrer Vielfalt haben Medien eine große Zukunft. Mehr News, schneller, multifunktional, lautet die Online-Devise. Das kann aber auch eine Engführung bewirken. Als Korrektiv dazu ist deshalb die gedruckte Zeitung weiter wesentlich.

Der Auftrag ist heikel: Schreib etwas Positives über die Entwicklung der Medien! Für den Mediator ist das nicht so einfach. Prägende Jahrzehnte hat er bei Zeitungen verbracht, die nur in Printausgaben zu kaufen waren. Journalisten aus jener Ära neigen dazu, derartige Nachrichtenübermittlung zu verklären. Jahrhundertelang boomte sie und war für manche Blätter geradezu eine Lizenz zum Geld-Drucken. Relikte aus solchen Redaktionen denken gern rückwärts gerichtet, sie verbreiten Heldensagen über goldene Zeiten. Allein mit Notizblock und Bleistift machten sich damals Reporter an Geschichten heran, widmeten sich ihren Quellen ausführlich, oft tagelang, führten lange Gespräche, um dann die bei Versammlungen, Pressekonferenzen, in Cafés und Spelunken eroberte Story telefonisch – oder einst modisch als Fax – immer noch aktuell durchzugeben.

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