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Leitartikel

Die Leiden der „alten Tante“ SPD

(c) REUTERS (Michael Dalder)

Deutschlands Sozialdemokraten erhoffen sich vom Ende der Ära Merkel und der GroKo ein Ende ihrer Misere. Einziger Hoffnungsschimmer: Grün-Rot-Rot.

Dass aus Thüringen kein Signal des Aufbruchs und der Erneuerung für die SPD kommen würde, war schon vor dem Wahlsonntag und der Halbzeit der Kür der Parteiführung klar. Dass die SPD nach Sachsen den Abwärtstrend fortsetzen und auf ein Allzeittief stürzen würde, ist allerdings ein weiterer bitterer Rückschlag für die einst so stolze und älteste Partei des Landes. In Sachsen und Thüringen – ihren Gründungsstätten im 19. Jahrhundert – sind die Sozialdemokraten zu einer Kleinpartei geschrumpft, die allenfalls bei der Regierungsbildung die Rolle als Zünglein an der Waage spielt. Sie agieren dort bloß noch als Mehrheitsbeschaffer für die CDU oder die Linkspartei.