Schnellauswahl
Leitartikel

Trumps Schlag gegen den IS wird Syrien nicht stabilisieren

Mit der Kommandoaktion, bei der Baghdadi starb, haben die USA den Extremisten eine wichtige Symbolfigur geraubt.
Mit der Kommandoaktion, bei der Baghdadi starb, haben die USA den Extremisten eine wichtige Symbolfigur geraubt.(c) REUTERS (Alaa Al-Marjani)

Der Tod ihres „Kalifen“ ist eine schwere psychologische Niederlage für die Jihadisten. Der US-Präsident verbucht ihn als Erfolg. Doch er müsste mehr tun.

Es ist eine bizarre Gedankenwelt, die sich die Anführer des sogenannten Islamischen Staats zusammengezimmert haben. So hat die IS-Propagandaabteilung ihr wichtigstes Online-Magazin, „Dabiq“, nach einem gleichnamigen Städtchen in Nordsyrien benannt. In diesem mystischen Ort erwarten die Jihadisten die Entscheidungsschlacht gegen ihre Feinde, den Anfang vom Ende der Welt. Sie beziehen sich dabei auf eine alte islamische Schrift, die ähnlich den apokalyptischen Erzählungen der Bibel einen letzten Kampf Gut gegen Böse beschreibt.