Tagesbriefing

In London trickst der Premier, in Wien läuft "alles nach Plan" und auf New York lastet der Joker-Fluch: Das Wichtigste im Überblick

Wir liefern Ihnen Nachrichten, die besten Stücke aus unserem Magazin und aktuellen Diskussionsstoff.

Der britische Premier Boris Johnson hat erst gestern wieder eine Niederlage im britischen Parlament einstecken müssen. An Aufgeben denkt er aber nicht. Zurecht, wie es aussieht. Die Oppositionspartei Labour hat zu Mittag angekündigt, Neuwahlen zustimmen zu wollen. War er erst gestern an einer Zwei-Drittel-Hürde gescheitert, ist Johnson heute durch einen Kniff mit einer einfachen Mehrheit zum Erfolg gelangt. Mehr dazu.

Etwas beschaulicher geht es in Wien zu. Da haben sich ÖVP-Chef Sebastian Kurz und Grünen-Chef Werner Kogler zu einem Vieraugen-Gespräch getroffen, ehe in den nächsten Tagen in größeren Runden weitergesprochen wird. Bis 8. November soll dann bekanntlich feststehen, ob die beiden Parteien eine Koalition wagen wollen. Vor dem Treffen hieß es von Altkanzler Kurz: „Alles läuft nach Plan“. Mehr dazu.

Das Wichtigste im Überblick

„Fairer Abschluss“ bei den Metallern: In der fünften Runde der Kollektivvertragsverhandlungen gab es in der Nacht auf Dienstag überraschend den Durchbruch. Löhne und Gehälter werden zwischen 2,6 und 2,8 Prozent erhöht, der Mindestlohn steigt auf 2000 Euro. Die Metaller erhalten durchschnittlich 2,7 Prozent mehr. Mehr dazu.

Die Urheimat des Menschen liegt im heutigen Botswana: Ein DNA-Vergleich soll an einen ehemaligen riesigen See führen. Mehr dazu.

Anrainer-Ärgernis: Der Film „Joker“ macht eine Treppe in New York zu einem beliebtem Fotomotiv und lockt viele Schaulustige an. Mehr dazu.

Abgebrochener Eisberg setzt sich in Bewegung: Der Eisberg ist rund 30 Kilometer breit und 60 Kilometer lang - das entspricht dem Stadtgebiet Londons. Mehr dazu.

„Hubble“ fotografiert galaktisches Gesicht: Das Weltraumteleskop hat eine ungewöhnliche Galaxienkollision abgelichtet. Mehr dazu.

Aus unserem Magazin

Österreich ist ein guter Platz zum Wohnen: Wohnen ist viel teurer geworden. Dennoch ist in Österreich Wohnraum günstiger als in vielen anderen EU-Ländern, schreibt Judith Hecht in unserer „Besser als gedacht“-Serie. Und obwohl die Preise gestiegen sind, haben wir heute mehr Platz als je zuvor. Mehr dazu. [premium]

Diebe im Netz statt Watschn im Wirtshaus: Raub, Diebstahl, Einbrüche – Kriminalitätsraten gehen zurück, auch wenn das Sicherheitsgefühl dem oft nicht entspricht. Das liege, so Psychiater Reinhard Haller, an einem enorm gewachsenen Sicherheitsbedürfnis – und unserer Kränkbarkeit. Auch Christine Imlingers Beitrag zu unserer „Besser als gedacht“-Serie ist lesenswert! Mehr dazu. [premium]

Diskussionsstoff

„Ein Hoch auf den vernünftigen Kompromiss“: Gemeint ist von Jakob Zirm die Einigung bei den Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller. Der Kompromiss habe in Zeiten, in denen die politischen Lager stärker auseinander driften, oft keinen guten Ruf, schreibt er in seinem Kommentar. Die diesjährige Lohnrunde der Metaller zeige aber, dass vernünftige Lösungen der Mitte durchaus erstrebenswert sind. Was meinen Sie?