Skipionier

Kitzbühel-Legende Karl Koller im Alter von 100 Jahren gestorben

Der Kitzbüheler war erster Hahnenkamm-Sieger nach dem 2. Weltkrieg und hinterließ seine Spuren als erfinderischer Ski-Pädagoge.

Am Nationalfeiertag 2019 ist die Kitzbüheler Ski-Legende Karl Koller verstorben. Der erste Hahnenkammsieger nach dem 2. Weltkrieg (1946) wurde 100 Jahre alt.

Der im April 1919 in Kitzbühel geborene Koller war nicht nur Rennfahrer sondern auch Skipädagoge und revolutionierte zusammen mit "Ski-Papst" Stefan Kruckenhauser den Skilehrweg. Mit dem Maler und Architekten Alfons Walde (von ihm stammt die berühmte "Gams") hob Koller die "Roten Teufel" aus der Taufe und machte die Kitzbüheler Skischule ab 1950 zur größten und renommiertesten der Welt. Der weltweite Trend, Skilehrer in "rot" zu kleiden, geht auf Koller und Walde zurück.

Kollers Vorträge bei Interski-Kongressen machten Kitzbühel nicht nur als Skigebiet weltweit bekannt. Koller gilt auch als Erfinder des Kurzski, erfand laut dem Kitzbüheler Ski-Club (K.S.C.) auch eine Skibindung (Koller-Sicherheitsbacken) sowie das Kinderland. Mit seiner 1971 präsentierten "Teufelspiste" ebnete er den Weg zu Boarder-Cross und Ski-Cross. Zudem war Koller Vize-Präsident des Welt-Skilehrerverbandes und Präsident des österreichischen Skilehrerverbandes.

 

(APA)