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Angst vor Anrainern und verdächtige Aschenbecher

Ab Freitag wird nur mehr draußen vor Lokalen geraucht – aber das wird Probleme bereiten.
Ab Freitag wird nur mehr draußen vor Lokalen geraucht – aber das wird Probleme bereiten.(c) Getty Images/PhotoAlto (PhotoAlto/Eric Audras)

Wiens Raucherbetriebe fürchten Einbußen, Stress mit Behörden – und einzelne schließen sogar.

Wien. Markus Alzinger macht das Rauchverbot nicht mit. Lieber sperrt er sein Lokal, das Raymond's, ein klassisch verrauchtes Wiener Beisl in der Mariahilfer Stumpergasse, gleich ganz zu. Heute, Mittwoch, ist sein letzter Tag – vorerst zumindest. Denn er sieht nicht ein, warum er als Gastronom doppelt bestraft werden soll: Wenn ein Gast in seinem Lokal raucht, und wenn er draußen steht, und Anrainer sich von Lärm und Rauch belästigt fühlen, erst recht. „Ich schaue mir das jetzt einmal an“, sagt Alzinger. Ideal fände er, bliebe alles wie es noch ist, schließlich seien 90 Prozent seiner Gäste Raucher. Bleibt die Gesetzeslage so, wie sie mit 1. November in Kraft tritt, werde er sein Lokal vielleicht verpachten. Wegen des drohenden Ungemachs mit Anrainern und Behörden – und, weil es ihn auch nicht freut, ohne Zigarette im Lokal zu stehen, „das gehört für mich zur Bar-Kultur einfach dazu“.