Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Mitreden

Wieder ein Weltspartag ohne Zinsen: Wohin mit dem Geld?

Der 31. Oktober ist dem Spargedanken gewidmet. Aufgrund der anhaltenden Niedrigstzinsen klingt das fast absurd. Zahlt sich Sparen dennoch aus? Und falls ja: Wie? Diskutieren Sie mit!

Es ist wieder Weltspartag. Doch außer ein paar Stofftieren ist bei den Banken auch heuer nicht viel zu holen: Wenn man Inflation und Gebühren mit einrechnet, verlieren wir bei sicheren Anlagen seit Jahren Geld. Die Signale aus den Notenbanken deuten nicht darauf hin, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändert.

Was das für die Österreicher bedeutet, rechnet Wirtschaftskolumnist Josef Urschitz vor: „Der 'kleine Mann', der 10.000 Euro für die Pension zurücklegt und 40 Jahre liegen lässt, hat ohne Zinsen dann immer noch 10.000 Euro (deren Kaufkraft die Inflation bis dahin allerdings zertrümmert hat). Bei drei Prozent Zinsen wären das dann freilich schon 32.620 Euro.“ Ganz schön viel, oder?

Früher war zwar nicht alles besser, aber als Sparer hatte man es schon oft leichter. Jakob Zirm geht im Leitartikel zum Weltspartag daher auf den Generationenkonflikt ein. „Die wohl noch lang anhaltenden Nullzinsen und ihre Folgen auf Immobilien- und Kapitalmärkten teilt die Generationen in Gewinner und Verlierer“, schreibt er.

Jeder kann am wirtschaftlichen Erfolg, den diese Marktwirtschaft produziert, teilhaben. Der Aktienmarkt ist dafür das richtige Instrument.

Christoph Boschan

„Presse"-Finanzexpertin Beate Lammer meint, wir sollten nicht nur jammern, sondern auch etwas tun: „Trotz Nullzinsen setzen die Österreicher auf das Sparbuch. Das ist aber nicht die Schuld des EZB-Chefs, sondern einer unterentwickelten Aktienkultur.“ Lammer hat diese Woche auch den Chef der Wiener Börse, Christoph Boschan, interviewt. Boschan sagt: „Jeder kann am wirtschaftlichen Erfolg, den diese Marktwirtschaft produziert, teilhaben. Der Aktienmarkt ist dafür das richtige Instrument."

Manche sind sich indes sicher, dass sich Sparen auch auszahlt, wenn man dabei Geld verliert. Zum Beispiel unser Ex-Notenbankchef Ewald Nowotny: „Sparen ist auch ohne Zinsen sinnvoll. Ich brauche Geld für Notfälle und künftige Verwendung, das ich beiseitelege“, sagte er heuer im „Presse"-Interview. Die innige Liebe der Österreich zum Sparbuch konnte bisher ohnehin noch niemand brechen.

Nun ist Ihre Meinung gefragt: Zahlt sich Sparen heute noch aus? Was sind Ihre Strategien angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik? Haben Sie noch ein Sparbuch? Und: Warum sind Österreicher solche Aktienmuffel? Diskutieren Sie mit!