Von IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi gibt es nur wenige Videoaufnahmen - dieser Screenshot stammt aus einem Video von Ende April 2019.
"Islamischer Staat"

Aufstieg und Fall des „Kalifats“ - Wie der IS seinen eigenen Terrorstaat errichtete

Abu Bakr al-Baghdadi starb in einem Versteck, verraten von einer Person aus seiner Nähe. Am Höhepunkt seiner Macht herrschte der IS-Chef über ein jihadistisches Reich.

Er war ein wichtiges Symbol für die globale Jihadistenszene. Doch am Ende konnte sich Abu Bakr al-Baghdadi offenbar auch nicht mehr auf sein engstes Umfeld verlassen. Die „Washington Post“ berichtete, dass eine Person aus seinem unmittelbaren Umkreis den IS-Chef verraten habe. Der Informant soll unter anderem Details vom Versteck des Jihadistenchefs preisgegeben haben – eine Voraussetzung für die US-Aktion, bei der Baghdadi vergangenes Wochenende ums Leben kam.

Die blutige Karriere des IS-Chefs hatte im Irak begonnen. Bevor er den Kampfnamen Abu Bakr al-Baghdadi annahm, hieß er Ibrahim Awad Ibrahim al-Badri. Er studierte an der Islamischen Universität in Bagdad. Nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein 2003 geriet er ins Visier der US-Besatzungstruppen. Eine wichtige Rolle innerhalb des jihadistischen Untergrunds spielte er damals noch nicht. Seine Radikalisierung erfolgte in der Haft im US-Lager Bucca.

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