Der Dom des heiligen Sava, Serbisch Hram Svetog Save, ein monumentaler neobyzantinischer Bau, überwältigt schon beim Näherkommen.
Serbien

Putins Gold in Belgrads Dom

Wo sich Tesla und der MI6, der serbische Premier und der heilige Sava treffen, entsteht gerade ein interessantes Reiseziel: das Belgrader Boheme-Quartier Vračar, gekrönt mit einem der größten orthodoxen Gotteshäuser der Welt.

Andächtig, mit weit offenen Augen steht er einen Moment ganz still, überwältigt von diesem Anblick. Dann lässt er sich auf die Knie nieder, mitten in der Krypta auf dem glänzenden Marmor, und richtet seine Kamera kopfüber hinauf: Ein etliche Meter breiter Kronleuchter wirft sein Licht auf goldene Deckenfresken. Die ganze Krypta strahlt wie ein herrschaftlicher Palast. „Real Gold“, flüstert ein Besucher, ja aus 24-karätigem Blattgold sollen die Fresken gefertigt worden sein, bestätigt der Fremdenführer einer gerade ankommenden amerikanischen Reisegruppe. Und Putin hätte das meiste Gold gezahlt, raunt jemand. Ganz sicher wahr ist: Dieser Tage wird an keinem anderen Ort Belgrads so viel fotografiert wie hier, im Dom des heiligen Sava. Und dabei ist der noch nicht einmal fertig.