Unter 20 Euro

Pizzeria Randale

Pizzeria Randale
Pizzeria RandalePizzeria Randale

Die Pizzeria Randale hat expandiert und im zweiten Bezirk eine Dependance eröffnet, gut versteckt in einem Hotel. Die Pizza schmeckt auch dort.

Es ist gar nicht so einfach, irgendetwas über Pizza zu sagen oder zu schreiben, was noch nicht gesagt wurde. Pizza geht irgendwie immer und beinahe in allen Varianten. Von den guten kann es offenbar nicht genug geben, wie die jüngste Neueröffnung beweist.

Die Pizzeria Randale, die vor ein paar Jahren in das einstige Transporter an der Ecke Kettenbrückengasse/Margaretenstraße eingezogen ist, hat nun eine Dependance eröffnet. Wieder an einer Straßenecke, nämlich Heinestraße/Pazmanitengasse, allerdings ein bisschen versteckt, im Hotel Babula am Augarten. Wirklich überraschend ist die Expansion nicht, immerhin steht dahinter Nikolai Kölbl, der schon seine erfolgreiche Burgerbude Weinschenke an mehreren Standorten eröffnet hat.

Jetzt gibt es also auch im zweiten Bezirk seine kreative Pizza. Das Lokal selbst passt ganz gut zur neapolitanischen Pizza: ein bisschen kühl (und damit ist nicht nur die Zugluft entlang der Fensterwand gemeint, sondern vielmehr die Atmosphäre), aber nicht ungemütlich. Die kleinen Marmortische sind gut gefüllt bzw. reserviert. Es findet sich aber dennoch immer ein Plätzchen. Das kulinarische Konzept gleicht jenem im fünften Bezirk, was kein Fehler ist. Es gibt Pizze bianche und rosse, ein paar Vorspeisen und Desserts. Die Melanzani zum Löffeln (5,90 Euro), also im Ofen geschmort und mit Paradeiser, Radieschen und Rotkraut belegt, ist eine durchaus feine Vorspeise, vor allem für eine Pizzeria, wo doch so oft bei Antipasti-Platten genau das als Vorspeise gereicht wird, was sich nachher auch auf der Pizza findet, inklusive Pizzabrot. Caprese wird mit in Schwarztee eingelegten Marillen, Pesto und Walnüssen (6,90 Euro) verfeinert, was durchaus gelungen ist. Die Pizze gibt es in recht kreativen Varianten. Eine besonders ungewöhnliche, aber durchaus schmackhafte Version ist Wiener Blut, mit Tomatensauce, Provola, Blunze, Apfel und Majoran (12,90 Euro), etwas feiner und weniger deftig ist hingegen Oca mit Ziegenkäse, Feigen, Walnüssen und Rosmarin-Honig (12,90 Euro). Dazu gibt es Weitra vom Fass, ein paar Weine und Drinks.

Pizzeria Randale: Heinestraße 15, 1020 Wien, täglich 17 bis 23 Uhr, ✆ 0676/785 28 65

www.diepresse.com/essen


[PWGSR]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.11.2019)