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Humboldts Enigma

An diesem Berg, dem Chimborazo in Ecuador, erarbeitete Humboldt – vorne links – 1802 die Grundlagen der Biogeografie.
An diesem Berg, dem Chimborazo in Ecuador, erarbeitete Humboldt – vorne links – 1802 die Grundlagen der Biogeografie.akg-images / picturedesk.com
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In Gebirgen ist die Biodiversität so hoch, dass die klassischen Erklärungen – Klima und Topografie – nicht hinreichen. Auch die Geologie spielt mit.

Ganz hat er es nicht geschafft. 400 Meter unter dem Gipfel des Chimborazo in Ecuador, den man mit seinen 6268 Metern für den höchsten Berg der Erde hielt, musste Alexander von Humboldt am 23. Juni 1802 umkehren, er hatte Höhenkrankheit und war zerschunden. Aber was er – und sein Begleiter, der Botaniker Aimé Bonpland – zurückbrachte, wurde zur Ikone und machte ihn zum Superstar: Das „Tableau Physique“, in dem in allen Details verzeichnet war, welche Pflanzen auf welcher Seehöhe gediehen, es war der Beginn der Biogeografie und der sie prägenden Klimazonen, die Bewunderung brandete beim Jubel zu Humboldts 250. Geburtstag Mitte September noch einmal hoch.