Archivbild: Eine Frau in einem Prager Park
Studie

Die Desillusionierung Osteuropas 30 Jahre nach dem Mauerfall

Der einstigen Freude über Meinungsfreiheit, Demokratie und Marktwirtschaft ist tiefe Skepsis über das Funktionieren des „neuen Systems“ gewichen.

Berlin. „Der Nachteil der Demokratie ist, dass sie denjenigen, die es ehrlich mit ihr meinen, die Hände bindet. Aber denen, die es nicht ehrlich meinen, ermöglicht sie fast alles.“ Der ehemalige Regimegegner und spätere tschechische Präsident Václav Havel war ein Verfechter des Systemwechsels in Osteuropa. Aber auch er musste erkennen, dass sich nach dieser Wende nicht automatisch alles zum Besseren kehrt. Vieles musste weiter erkämpft oder mit großem Aufwand bewahrt werden. Diese Desillusionierung hat mittlerweile eine breite Gesellschaft Osteuropas erreicht. Das belegt eine neue Studie der Open Society Foundation. Darin werden die mit dem Zusammenbruch des Kommunismus vor 30 Jahren verbundenen Hoffnungen einem aktuellen Stimmungstest unterzogen. Eine Übersicht: