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Zwischenbilanz

Adidas will im Weihnachtsgeschäft zu Rekordjahr spurten

Adidas-Chef Kasper Rorsted
Adidas-Chef Kasper RorstedREUTERS

"2019 wird trotz einiger Herausforderungen ein Rekordjahr", sagt Adidas-Chef Kasper Rorsted.

Der fränkische Sportartikelhersteller Adidas erwartet ein florierendes Weihnachtsgeschäft und damit ein weiteres Rekordjahr. "Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass sich das Umsatzwachstum im vierten Quartal deutlich beschleunigen wird", sagte Adidas-Chef Kasper Rorsted am Mittwoch in Herzogenaurach. Nach neun Monaten lag der Umsatz der Nummer zwei weltweit mit 17,8 Milliarden Euro wechselkursbereinigt um fünf Prozent über Vorjahr, für das Gesamtjahr peilt Adidas ein Plus von fünf bis acht Prozent an. Im dritten Quartal zogen die Umsätze um sechs Prozent an. "2019 wird trotz einiger Herausforderungen ein Rekordjahr und ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Erreichung unserer Ziele für 2020", sagte Rorsted.

Beim Gewinn liegt Adidas bereits auf Kurs: Das Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft legte in den ersten neun Monaten um acht Prozent auf 1,74 Milliarden Euro zu, obwohl es im dritten Quartal wie erwartet leicht schrumpfte. Bis Jahresende sollen daraus 1,88 bis 1,95 Milliarden Euro werden. Das wäre ein Plus von 10 bis 14 Prozent. Die operative Umsatzmarge kam im Sommer unter Druck, lag per Ende September mit 13,6 (13,4) Prozent aber deutlich über den Planungen für das Gesamtjahr. Adidas will die Marge 2019 auf 11,3 bis 11,5 (2018: 10,8) Prozent schrauben.

Umsatz und Gewinn übertrafen zwischen Juli und September die Erwartungen der Analysten, was die Aktie zum Handelsauftakt um 1,2 Prozent nach oben trieb.

In Europa kehrte Adidas im Sommer mit einem Umsatzplus von drei Prozent auf Wachstumskurs zurück. In China verlangsamten sich die Zuwächse dagegen auf elf Prozent, in Nordamerika, auf dem Heimatmarkt des großen Rivalen Nike, verzeichnete Adidas ein Plus von zehn Prozent. Seit Jahresbeginn hatte das Unternehmen dort mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen, weil man in Herzogenaurach die US-Nachfrage nach Trikots und T-Shirts im mittleren Preissegment unterschätzt hatte. Um lieferfähig zu sein, hatte Adidas Textilien zeitweise teuer einfliegen lassen.

Nike hatte in seinem jüngsten Quartal (per Ende August) weltweit währungsbereinigt um zehn Prozent zugelegt, in den USA aber nur um vier Prozent. In China stiegen die Umsätze dafür um 27 Prozent.

(Reuters)