Alex Beer gewinnt zum zweiten Mal den Leo-Perutz-Preis

Alex Beer bekam kürzlich außerdem den Österreichischen Krimipreis.
Alex Beer bekam kürzlich außerdem den Österreichischen Krimipreis.Die Presse

"Man lernt etwas und fürchtet sich dabei“, so die Jury über den in der Zwischenkriegszeit spielenden Krimi "Der dunkle Bote“.

"Einen Krimi über Wien zu schreiben, ist kniffliger als man denkt: Wien verlangt als Schauplatz eine schmale Gratwanderung zwischen Kitsch und Klischee, der Wiener Dialekt erfordert ein sicheres Händchen“. Diese Herausforderung hat die Vorarlbergerin Alex Beer in ihrem „mit Bravour bewältigt", so die Jury des Leo-Perutz-Preises.

Nach 2017 (für "Der zweite Reiter") gewann sie gestern, Dienstag, in der Wienbibliothek im Rathaus mit ihrem Kriminalroman "Der dunkle Bote" zum zweiten Mal die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung. Die Juroren befanden weiters: "Ebenso makellos wie Beers Handhabung der Sprache ist ihre historische Recherche. Die Autorin arbeitet die Zwischenkriegszeit penibel auf und transponiert sie in eine eingängige Erzählung. Sie hält den Spannungsbogen in diesem atemberaubenden Krimi mühelos über 400 Seiten aufrecht." Fazit: "Man lernt etwas und fürchtet sich dabei“.

Rezension zu Alex Beer - "Der dunkle Bote": Stimmungsvoller Krimi im historischen Wien >>>

Der Leo-Perutz-Preis wird gemeinsam von der Stadt Wien Kultur und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gestiftet und mit Unterstützung der Bestattung Wien ausgerichtet. Die ausgezeichneten Werke sollen in Qualität und literarischem Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern, möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen. Im Vorjahr gewann Fritz Lehner mit "Nitro".

Auf der diesjährigen Shortlist standen neben Alex Beer auch Anne Goldmann ("Das größere Verbrechen"), Beate Maly ("Mord auf der Donau"), Melanie Raabe ("Der Schatten") und Heinrich Steinfest ("Der schlaflose Cheng"). Die Preisträgerin liest am Samstag (9. November, 11.30 Uhr, ORF-Bühne) auf der "Buch Wien".

(APA)