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Israels Armee untersucht Flotten-Affäre

Hamas Navy officers are seen during a ceremony to honor the Turkish people that were killed aboard on
(c) AP (Ashraf Amra)
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Laut einem Medienbericht wird Israel keine internationale Untersuchung des Zwischenfalls zulassen, bei dem neun Gaza-Aktivisten getötet wurden. Lediglich zwei internationale Beobachter sollen zugezogen werden.

Die israelische Armee hat eine Untersuchung des Blutvergießens bei der Erstürmung internationaler Hilfsschiffe im Mittelmeer angeordnet. Generalstabschef Gabi Ashkenazi hat nach israelischen Medienberichten vom Montag ein Team um den General a.D. Giora Eiland damit beauftragt, bis zum Juli in einem Bericht die Fehler und Lehren der Kommandoaktion festzuhalten.

Bei dem Militäreinsatz auf dem türkischen Passagierschiff "Mavi Marmara" hatten israelische Elitesoldaten am Montag vergangener Woche neun pro-palästinensische Aktivisten getötet und mehr als 40 verletzt. Nach Darstellung der Armee handelten die Soldaten in Notwehr.

Keine internationale Kommission

Israel wird nach Informationen der Tageszeitung "Haaretz" einer internationalen Untersuchungskommission nicht zustimmen. Stattdessen wolle Ministerpräsident Benjamin Netanyahu eine Regierungskommission einsetzen. Als Beobachter sollten zwei Experten aus dem Ausland zugelassen werden, davon einer aus den USA.

Die Organisation "Free Gaza" hatte mit insgesamt sieben Hilfsschiffen versucht, die von Israel verhängte Seeblockade vor dem Gazastreifen zu brechen. Die Gaza-Solidaritätsflotte wollte knapp 12.000 Tonnen Hilfsgüter direkt in das kleine Palästinensergebiet am Mittelmeer bringen.

UNO: "Kollektive Bestrafung"

Israel hat den Gazastreifen im Juni 2007 abgeriegelt. Israel will mit der Blockade außerdem die Freilassung des vor vier Jahren in den Gazastreifen entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit erzwingen. Nach UN-Angaben läuft die Abriegelung des Gazastreifens auf eine kollektive Bestrafung von 1,5 Millionen Palästinensern hinaus und ist nach internationalem Recht illegal.

(APA)