Ein Toter in der Hauptrolle: James Dean kehrt zurück

Dean in "Jenseits von Eden".
Dean in "Jenseits von Eden".(c) Imago

Die Technik macht's möglich: James Dean wird 64 Jahre nach seinem Tod in einen neuen Film integriert. Mit dem Segen der Familie.

James Dean starb 1955 mit 24 Jahren bei einem Autounfall. Nun, 64 Jahre nach seinem Tod, wird er in einem neuen Film wiederbelebt: Er soll in einem Action-Drama zum Vietnam-Krieg in einer zweite Hauptrolle zu sehen sein, wie der "Hollywood Reporter" berichtet. Mit Hilfe von Computertechnik wird er in den Film integriert; dafür nutzt das Unternehmen Magic City Films alte Dreh-Sequenzen und Fotos.

"Wir haben überall nach dem perfekten Schauspieler für die Rolle von Rogan gesucht, der sehr komplexe Charakterzüge hat", sagte Ko-Regisseur Anton Ernst. "Nach Monaten der Recherche haben wir uns für James Dean entschieden.“ Ob vielleicht auch ein Marketing-Gedanke dahinter stand?

Ein "vollständiger Mangel an Verständnis"

In der Branche gibt es jedenfalls nicht nur Beifall. Der Schauspieler Chris Evans ("Captain America") sprach von einem "furchtbaren" Projekt, es beruhe auf einem "vollständigen Mangel an Verständnis". Die Dreharbeiten sollen schon bald beginnen, im November des nächsten Jahres soll der Film anlaufen.

Die Produzenten gehen davon aus, dass die neue Technik in der Folge verwendet wird, um andere verstorbene Stars erneut auf die Kino-Leinwand zu holen. 

Und Deans Familie? Die gab den Produzenten des Films "Finding Jack" ihre Zustimmung. In dem Film nach einem 2008 erschienenen Roman von Gareth Crocker geht es um Militärhunde, die im Vietnam-Krieg eingesetzt wurden.

"Wir fühlen uns sehr geehrt, dass seine Familie uns unterstützt", sagte Ernst. Bei der Produktion des Films werde darauf geachtet, dass Deans Erbe "absolut intakt" gehalten werde. Die Szenen mit Dean werden mit der Technik CGI (Computer Generated Imagery) erstellt, die Stimme für die Rolle von Rogan wird von einem aktuellen Schauspieler eingespielt.

 

(APA/AFP)