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Morgenglosse

Lasst ein paar aus Bierleins Team weiterarbeiten!

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein
Bundeskanzlerin Brigitte BierleinREUTERS

Angeblich werden die Ministerien bereits aufgeteilt. Wir hätten da auch noch ein paar Vorschläge.

Gemeinhin gilt die Regel bei Koalitionsverhandlungen: Die Ministerien werden erst in den letzten Minuten verteilt. Dieses Mal wurden sie in diversen Medien jedoch schon vor Beginn der Koalitionsverhandlungen verteilt. Was den Grünen Michel Reimon empörte, der dahinter ÖVP-Leaks vermutete. Was man als gesichert annehmen kann: Reimon, als potenzieller Unruheherd, wird kein Ministerium bekommen. Aber sonst? Fast alles ist möglich.

Wir wollen dem auch vorgreifen und empfehlen daher: das Innenministerium bitte nicht wieder in die Hände der niederösterreichischen Stahlhelmfraktion zu legen. Aber auch den Grünen sollte man es aus Sicherheitsgründen lieber nicht überantworten. Ein relativ unabhängiger Experte wäre in der Tat am besten. Es muss nicht Wolfgang Peschorn sein. Es kann aber Wolfgang Peschorn sein, der nicht zuletzt auch in der Migrations- und Asylfrage Kurs hielt. Im Verteidigungsministerium hingegen könnten sich die Grünen durchaus einmal versuchen. Es wäre für beide Seiten möglicherweise ein gewinnbringender Culture Clash. Mit Thomas Starlinger ließe sich dieser sogar in Grenzen halten. Und auch Alexander Schallenberg könnte man dort belassen, wo er ist.

Landwirtschaft und Umwelt wird man wohl teilen müssen. Da wäre der Culture Clash zwischen Bauern und NGOs tatsächlich zu groß. Bei der Bildung sollte man vielleicht auf Nummer sicher gehen - und das Ressort bei der ÖVP belassen. Dafür können die Grünen Kultur, Sport, Soziales, Digitales und auch den Verkehr haben, wenn sie wollen. Bleibt als Großressort noch die Finanz. Das sollen sich dann Türkis und Grün ausstreiten. Wobei: Auch da könnte man bedenkenlos den bisherigen Amtsinhaber, Eduard Müller, weiter machen lassen.