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Baustoffe

Wienerberger: Gewinnplus

Seit Jahresbeginn ist die Wienerberger-Aktie um 36 Prozent gestiegen.
Seit Jahresbeginn ist die Wienerberger-Aktie um 36 Prozent gestiegen.REUTERS

Das Unternehmen steigerte den Umsatz leicht und den Gewinn stark. Grund war der verstärkte Verkauf teurerer Produkte.

Wien. Der börsenotierte Baustoffkonzern Wienerberger hat seinen Gewinn heuer in den ersten neun Monaten deutlich gesteigert. Das Nettoergebnis kletterte gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 64 Prozent auf 206 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab. Der Umsatz nahm „in einem flachen Umfeld“ um sechs Prozent auf 2,66 Mrd. Euro zu.

Zurückzuführen ist die Entwicklung den Angaben zufolge auf den verstärkten Verkauf von teureren Produkten, gut integrierte Akquisitionen und das konzernintern laufende Sparprogramm. Letzteres habe in den ersten drei Quartalen rund 35 Mio. Euro zum Ergebnis beigetragen.

 

Mehr höherwertige Produkte

„Die Erhöhung des Anteils hochwertiger Produkte und smarter Systemlösungen hat wesentlich zu unserem Erfolg in den ersten neun Monaten beigetragen“, erklärte Wienerberger-Chef Heimo Scheuch unter Verweis auf die laufende „Transformation des Produkt- und Dienstleistungsportfolios“. Auch die planmäßige Eingliederung der Akquisitionen in den Konzern habe positive Ergebnisbeiträge geliefert. „Wir sind sehr gut unterwegs, um unser 200. Jubiläumsjahr mit einem Rekordergebnis abzuschließen“, so Scheuch. Die Umsätze hätten in allen drei Unternehmensbereichen – Building Solutions, Piping Solutions und North America – zugelegt.

Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll zwischen 570 und 580 Mio. Euro betragen. Zwischen Jänner und September wurden bereits 457 Mio. Euro erreicht – eine Steigerung von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 87 Prozent auf 200 Mio. Euro.

An der Börse kamen die Zahlen sehr gut an, die Wienerberger-Aktie lag deutlich im Plus. Mit einem Anstieg von 36 Prozent seit Jahresbeginn ist die Aktie der drittbeste ATX-Wert nach der S Immo und der OMV.

Das Unternehmen ist auch in Großbritannien aktiv. Scheuch hatte kürzlich betont, dass er den Brexit „heute viel ruhiger als noch vor einem Jahr“ sehe. Man habe den britischen EU-Ausstieg nicht nur mehrfach geprobt, es müsse auch nach dem Brexit jede mögliche Regierung in Infrastruktur investieren. (APA/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.11.2019)

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