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Kinderbuch der Woche: Liebesflucht durchs Weltall

(c) Beltz

"Die Presse" liest Neuerscheinungen. Diese Woche eine lebensfrohe, kaugummibunte Liebeserklärung an die Vielfalt aller Welten. Gereimt und gemalt von den Schöpfern des "Grüffelo".

Feindschaften sind nichts rein Menschliches. Auch auf dem kaugummibunten Stern Sehrsehrfern gibt es zwei Völker, die einander gar nicht grün sind: "Die Schnetts und die Schmoos". Weshalb der Großvater die kleinen Grete warnt:
"Spiel nie, wirklich nie, mit den schrecklichen Schmoos.
Ihr Bett ist ein Loch, ihre Schuhe sind groß
und ein Känguruschwanz wächst an ihren Popos!
Spiel nie, wirklich nie, mit den schrecklichen Schmoos."

Unnötig zu erwähnen, dass auch vice versa gedroht wird. Doch die erdbeerrote Grete lässt sich ebenso wenig davon abschrecken wie der blitzblaue Schmoo Bernd; erst spielen sie miteinander im wupfligen Wald, dann verlieben sie sich. Romeo und Julia im Weltall, sozusagen. Nur weitaus weniger tragisch, schließlich war bei diesem Buch das Duo Axel Scheffler und Julia Donaldson am Werk. Die Schöpfer des Grüffelo zeigen ihre Lust an absurden Details (eine Verfolgungsjagd durch die Galaxie macht's möglich) und flotten Reimen wie: "Von den Monstern auf Lurk war nichts zu erwarten. Sie gossen die Rosen im lurkischen Garten". Das Buch ist eine lebensfrohe, trotzige Liebeserklärung an die Vielfalt des Lebens. Mit oder ohne Känguruschwanz.

Axel Scheffler und Julia Donaldson: "Die Schnetts und die Schmoos". 32  Seiten. Alter: Ab vier Jahren. Erschienen bei Beltz & Gelberg. 13,95 €