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CA Immo macht Kasse

Das Investment in die Immofinanz hat sich für die CA Immo ausgezahlt.
Das Investment in die Immofinanz hat sich für die CA Immo ausgezahlt.(c) REUTERS (Heinz-Peter Bader)

Der Verkauf der restlichen Immofinanz-Aktien brachte dem Unternehmen einen ordentlichen Gewinn von 19 Mio. Euro.

Wien. Es ist das Indiz, dass die lange Zeit angedachte „große“ österreichische Immobilien-Lösung zwischen CA Immo und Immofinanz, an die Experten ohnedies schon nicht mehr geglaubt und sie auch nicht für gut empfunden hatten, endgültig vom Tisch ist: Die CA Immo hat ihre restliche Beteiligung am Rivalen Immofinanz nun versilbert. Der noch verbliebene Anteil von vier Prozent an der Immofinanz sei über Nacht bei institutionellen Investoren platziert worden, gab die CA Immo am Freitag bekannt.

Immerhin hat die CA Immo dabei rund 111 Mio. Euro lukriert. Das heißt, mit dem Investment ist ein Gewinn von 19 Mio. Euro erzielt worden. Bezogen auf das ursprüngliche Investment von 130 Mio. Euro seien das rund 15 Prozent, hieß es in einer Aussendung. Der Erlös aus dieser „nicht-strategischen Desinvestition“ soll in das Kerngeschäft der CA Immo – die Vermietung, Entwicklung und Bewirtschaftung hochwertiger Immobilien in Deutschland, Österreich sowie Zentral- und Osteuropa – reinvestiert werden.

Immofinanz und CA Immo hatten lang mit einer Fusion geliebäugelt. Im April 2016 stieg die Immofinanz mit 26,2 Prozent bei der CA Immo ein. Umgekehrt war diese an der Immofinanz beteiligt. Letztere verkaufte jedoch ihren Anteil mit einem schönen Gewinn im Sommer 2018 an den US-Investor Starwood. Der ist nach wie vor investiert. Investor Klaus Umek (Petrus Advisers) hatte ein Zusammengehen zwischen CA Immo und Immofinanz lang bekämpft.

 

Investor Pecik mischt mit

Schon zuvor, im April 2018, hatte sich die Immofinanz in einem Überraschungscoup einen Anteil von 29,14 Prozent an der S Immo gesichert. Verkäufer war übrigens der Investor Ronny Pecik, der vor einer Woche wieder mit zehn Prozent bei der S Immo einstieg.

Mit der Beteiligung der Immofinanz bei der S Immo lebten erneut die Fusionsfantasien auf – diesmal allerdings zwischen Immofinanz und S Immo. Die Unternehmenschefs halten sich zu diesem Thema allerdings weiterhin bedeckt.

Die Immofinanz-Aktionäre fanden den Ausstieg der CA Immo nicht so gut: Die Aktie verlor im Frühhandel mehr als sechs Prozent und hielt sich im Tagesverlauf dann bei minus vier Prozent. CA Immo-Aktien verbilligten sich hingegen nur um etwas mehr als ein Prozent. Ebenso viel verloren die S Immo-Papiere. (eid)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.11.2019)

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