Der heilsame Gegenpol zum Stress des Großstadtlebens?
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Die Hütte: Einsam, aber schick im Wald

Der ewige Traum vom einfachen Leben – ein paar zusammengezimmerte Bretter als reale und imaginäre Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Natur. Die Hütte ist ein Vorposten der Zivilisation und zugleich ein vehementer Einspruch dagegen.

Mein Vater war ein Häuslbauer. Nie im Leben hatte er, der in ärmlichen Verhältnissen auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, davon geträumt, einmal in einer Hütte zu wohnen. Ein richtiges Haus musste es schon sein. 1958 war es so weit. Zusammen mit seinen Geschwistern schritt er ans Werk. Da Grund und Geld knapp waren, bauten sie ein gemeinsames Haus. Hütten hat mein Vater zwar auch gebaut, aber nur fürs Wirtschaften, nicht zum Wohnen, etwa für die Bienen, die Werkzeuge, später einen Unterstand fürs Auto.