EM-Qualifikation

ÖFB-Frauen gewinnen in Nordmazedonien

Virginia Kirchberger in luftiger Höhe
Virginia Kirchberger in luftiger Höhe(c) ÖFB/Christopher Glanzl

Österreich glänzte nicht unbedingt, siegte aber 3:0 und kann nach drei Spielen eine makellose Bilanz vorweisen.

Österreichs Fußballerinnen haben auch das dritte Spiel der EM-Qualifikation ohne Gegentor gewonnen. Beim 3:0 gegen Nordmazedonien vor 137 Zuschauern in der Todor-Proeski-Arena in Skopje glänzte das Team von Dominik Thalhammer spielerisch nicht immer und vergab Chancen en masse. Am Ende besiegelten Nicole Billa (34./Elfmeter), Sarah Zadrazil (45+2.) und Barbara Dunst (78.) den ungefährdeten Pflichtsieg. Bereits am Dienstag (17.55 Uhr, live ORF Sport+) empfangen die ÖFB-Frauen in der Südstadt Kasachstan.

Spielerische Lösungen im letzten Drittel hat der ÖFB-Teamchef zur höchsten Prämisse erklärt, in der ersten halben Stunde wussten die Österreicherinnen auch die Räume zu nützen. Doch Julia Hickelsberger, Nicole Billa oder Lisa Makas konnten die guten Angriffe nicht mit Toren krönen, erst ein Elfmeter löste die Blockade: Billa verwertete zu ihrem 22. Teamtor (35.).

Statt dem Spiel zusätzliche Ruhe zu geben, wurden die Pässe die ÖFB-Frauen immer ungenauer, die Ideen weniger. Die Mazedonierinnen ihrerseits wurden mutiger und hielten - begünstigt von der passiven Linie der schwachen Schiedsrichterin - mit Härte in den Zweikämpfen dagegen. Nach einem Eckball musste Torhüterin Manuela Zinsberger gleich zweimal eingreifen, quasi im Gegenzug erhöhte Zadrazil nach idealer Vorarbeit von Makas unmittelbar vor dem Pausenpfiff auf 2:0.

Eklatante Abschlussschwäche

Nach Wiederanpfiff kam Österreich beinahe im Minutentakt zu besten Chancen, scheiterte jedoch am eigenen Unvermögen oder der starken Torfrau Panchurova. Erst die eingewechselte Dunst traf nach schönem Haken im Strafraum und mit etwas Glück, denn der Ball wurde abgefälscht, zum 3:0-Endstand.

Auch wenn der Erfolg am Ende nie in Frage stand, müssen die Österreicherinnen dringend an der mangelhaften Chancenverwertung arbeiten. Dies wäre nicht nur für ein besseres Torverhältnis, sondern vor allem für die schweren Duelle mit Gruppenfavorit Frankreich im Frühjahr dringend nötig.

„Wir sind oft gut zwischen die Linien und zu unzähligen Torchancen gekommen. Es war unser großes Manko, den Gegner für seine destruktive Spielweise nicht bestraft zu haben“, haderte Thalhammer mit dem zu niedrigem Sieg. „Wir hätten hier sechs, sieben, acht Tore  machen können oder müssen."

(swi)