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Quergeschrieben

Osteuropa verdient Wertschätzung statt moralischer Ermahnungen

Nach der „Samtenen Revolution“ folgte in der Tschechoslowakei rasch die Enttäuschung. Bis heute fühlt man sich nicht wertgeschätzt.

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Vor dreißig Jahren brach nach dem Fall der Mauer in der DDR auch in der benachbarten Tschechoslowakei die kommunistische Diktatur in sich zusammen. Der 17. November 1989 ging als die „Samtene Revolution“ in die Geschichtsbücher ein. Doch gewaltfrei war sie nur auf Seiten der nach Freiheit und Demokratie verlangenden Bürger. Das Regime selbst ging in der Endphase seines Bestehens äußerst rigide gegen die Freiheitsbestrebungen vor. Schon seit Jahresbeginn flammten immer wieder Proteste auf, jener denkwürdige in Prag wurde brutal mit Knüppeln und Verhaftungen beendet. Empörung und Wut waren so groß, dass das Regime letztlich resignierte. Ein langer Leidensweg ging zu Ende.