Schnellauswahl
Spanien

Pedro Sánchez hat sich verzockt

Pedro Sanchez' Sozialisten wurden stärkste Kraft, doch für eine Regierungsmehrheit reicht es vermutlich wieder nicht.
Pedro Sanchez' Sozialisten wurden stärkste Kraft, doch für eine Regierungsmehrheit reicht es vermutlich wieder nicht.(c) APA/AFP/JORGE GUERRERO (JORGE GUERRERO)

Der sozialistische Premier wollte sich mit einer Neuwahl eine Regierungsmehrheit sichern. Doch die Lage ist nun noch verfahrener – und das Land deutlich nach rechts gerückt.

Madrid. „Dieses Mal wird es klappen“, rief Spaniens sozialistischer Premier Pedro Sánchez in der Nacht auf Montag seinen Anhängern zu. „Wir werden eine progressive Regierung haben.“ Aber diese Ankündigung klang nicht sehr euphorisch. Kein strahlendes Lächeln erhellte das Gesicht des Siegers dieses Urnengangs – es war schon die vierte Parlamentswahl in vier Jahren. Sánchez' ernstes Mienenspiel machte deutlich: Es gibt keinen Grund zum Feiern, und die Aussichten sind eher trübe.

Die Rechnung des Sozialdemokraten, der seine Partei in den vergangenen zwei Jahren aus dem Tal geführt und wieder zur größten politischen Kraft des Landes gemacht hatte, ging nicht auf: Sanchez hatte darauf gesetzt, mit dieser Neuwahl seine magere Mehrheit ausbauen und so endlich eine stabile Regierung bilden zu können. Doch die Wähler machten bei diesem Wahlpoker nicht mit.