Wiener Börse am Abend: Leichte Erholung im Späthandel

Nach einem verhaltenem Start schmierte der ATX im Tagesverlauf mit dem internationalen Umfeld recht deutlich ab. Im Späthandel konnte der Index sein Minus allerdings wieder eingrenzen.

Die Wiener Börse hat am Dienstag weiter nachgegeben und ist erneut auf ein Jahrestief gefallen. Der ATX verlor 18,37 Punkte oder 0,82 Prozent auf 2.216,84 Einheiten und markierte damit den tiefsten Schluss-Stand seit Juli 2009. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 36 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.253 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ:

  • Dow Jones/New York +0,38 Prozent
  • DAX/Frankfurt -0,61 Prozent
  • FTSE/London -0,83 Prozent
  • CAC-40/Paris -1,16 Prozent.

Nach einem verhaltenem Start schmierte der ATX im Tagesverlauf mit dem internationalen Umfeld recht deutlich ab. Im Späthandel konnte der Index sein Minus allerdings wieder eingrenzen. Auch an anderen Börsen in Europa setzte eine Stabilisierung ein, nachdem die New Yorker Börse nach verhaltenem Start ins Plus gedreht war.

"Die Meldungslage blieb sommerlich dünn - die Umsätze vernachlässigbar", kommentierte ein Händler das Geschäft. Größere Abgaben gab es in RHI, Wienerberger und Immofinanz. RHI verloren 3,94 Prozent auf 18,76 Euro. Wienerberger fielen um 3,82 Prozent auf 10,57 Euro. Immofinanz büßten 3,45 Prozent auf 2,24 Euro ein.

Unter den ATX-Schwergewichten fielen Telekom Austria um 2,70 Prozent auf 9,00 Euro. Abgaben gab es auch in den Versorgern: Verbund fielen um 2,39 Prozent auf 24,48 Euro. EVN gaben 1,25 Prozent auf 11,08 Euro nach. Auch andere Versorger-Werte in Europa gaben am Dienstag deutlich nach.

Uneinheitlich zeigten sich die Bankenwerte. Raiffeisen International verloren 1,18 Prozent auf 30,19 Euro. Erste Group befestigten sich leicht um 0,20 Prozent auf 25,15 Euro. Die beiden Aktien waren zuletzt angesichts neuer Ängste wegen der Schuldenkrise deutlich unter Druck geraten.

Größter Gewinner im prime market waren bei allerdings schwachen Umsätzen DO&CO mit einem Kursplus von 5,67 Prozent auf 15,85 Euro. Das Catering-Unternehmen hat für sein abgelaufenes Geschäftsjahr 2009/10 sein Ergebnis dank Sondereffekten verdoppelt, der Umsatz ging hingegen zurück.

Gegen den Trend gesucht waren auch Schoeller-Bleckmann (plus 1,49 Prozent auf 35,52 Euro) und bwin (plus 1,01 Prozent auf 35,09 Euro). Fest notierten zudem die Versicherer UNIQA (plus 1,28 Prozent auf 14,23 Euro) und Vienna Insurance (plus 1,08 Prozent auf 31,87 Euro).

(Forts.) ger/mik ~

ISIN AT0000999982 ~

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.