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Führungsfehler

Der letzte Musketier

Einst waren sie ein Dreamteam. Fünf Sachbearbeiter, beste Kumpels, die fünf Musketiere, die füreinander durch dick und dünn gingen. Dann ging der erste in Pension.

Dann der zweite.

Der dritte.

Der vierte.

Am Ende blieb ein Musketier übrig, der jüngste. Er fühlte sich einsam. Das sei er doch nicht, versicherte ihm die Chefin. Sie hatte alle Arbeitsplätze neu besetzt, mit Millennials. Die bildeten eine fröhliche junge Hipster-Clique. Sie nannten sich das Squad. Der alte Musketier passte nicht dazu.

Wenn das Squad temperamentvoll ein Thema ausdiskutierte, senkte der Musketier seinen Kopf in die Akten. Er fand sie laut, sie fanden ihn asozial.

Wenn er ihnen eine Abkürzung zeigen wollte, winkten sie belustigt ab. Digitalarbeiter brauchen keine analogen Shortcuts! Er nannte sie arrogant, sie nannten ihn gestrig.

Es hagelte Beschwerden von beiden Seiten. Immer öfter nahm ihn die Chefin beiseite, er sei der Ältere, da müsse er darüberstehen. Er fand das nicht.

Als sie schroff wurde („Jetzt reißt mir langsam die Geduld“), flüchtete er in den Krankenstand.

Dort träumt er jetzt. Von der Pension. 

 

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Ähnlichkeiten mit realen Personen und Unternehmen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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