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Schlimmer als gedacht: 35.000 Tote pro Jahr durch antibiotikaresistente Keime in USA

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Symbolbild: Die Zahl der Todesfälle durch resistente Erreger sei in Krankenhäusern zurückgegangen, besagt ein neuer Bericht. Doch außerhalb von Kliniken hätten die Fälle zugenommen.APA/AFP/GUILLERMO ARIAS
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Ein Bericht der US-Gesundheitsbehörde CDC alarmiert: Einstige „Wundermittel“ wirken oft nicht mehr. Besonders gefährlich sei das Darmbakterium "Clostridioides difficile“.

In den USA sterben jährlich etwa 35.000 Menschen durch antibiotikaresistente Keime. Insgesamt gebe es 2,8 Millionen Infektionen durch Erreger, die selbst mit modernen Antibiotika nicht abgetötet werden können, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit. Dabei sei allein das gefährlichste Darmbakterium, "Clostridioides difficile", für 12.800 Todesopfer verantwortlich.

Das Problem sei schlimmer, als man befürchtet hatte, sagte Michael Craig von der Gesundheitsbehörde der „New York Times“. Alle elf Sekunden würde jemand mit resistenten Keimen infiziert, alle 15 Minuten stirbt ein Mensch daran.

"Einige Wundermittel sorgen nicht mehr länger für Wunder", heißt es in dem Bericht. Während die Zahl der Todesfälle in Krankenhäusern - ein Hort für resistente Erreger - zurückgegangen sei, hätten die Fälle außerhalb von Kliniken zugenommen.

Antibiotikaresistenz droht 100 Jahre Fortschritt zunichte zu machen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im Juni vor einer weltweit ansteigenden Antibiotikaresistenz gewarnt. Diese drohe, 100 Jahre medizinischen Fortschritts zunichte zu machen. Von Antibiotikaresistenz sprechen Ärzte, wenn Patienten auf ein Antibiotikum nicht reagieren, das heißt, wenn die krankmachenden Keime durch das Antibiotikum nicht vernichtet werden.

Resistenzen können sich entwickeln, wenn bei einem Antibiotikaeinsatz einige Erreger überleben. Sie könnten dann allen Antibiotika widerstehen, die einstmals gegen sie wirkten. Für Patienten, die von ihnen befallen sind, gibt es dann oft kaum Heilungschancen.

(APA/dpa)